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Kolonialismus im Hafen

Ort: U-Bahn Hafencity Universität Ecke Überseeallee / Grandeswerderstraße
Veranstalter: Die Linke Bezirksfraktion Hamburg-Mitte

Begleite uns bei unserem kostenlosen Rundgang zur kolonialen Geschichte des Baakenhafens in der Hafencity. Mit dabei sind der Historiker Jan Kawlath sowie die Bezirksabgeordneten Antonia Ivankovic und Marinus Stehmeier. Wir treffen uns um dazu am 25. Juli um 15:00 Uhr an U-Bahn Hafencity Universität Ecke Überseeallee / Grandeswerderstraße.

Der Bau der Speicherstadt und des Freihafens im späten 19. Jahrhundert ließ Hamburg zu einer „Welthafenstadt“ aufsteigen. Das damalige globale Handelssystem war untrennbar mit Kolonialismus verbunden, weshalb Hamburg ebenfalls zu einer der wichtigsten Kolonialmetropolen des Kaiserreichs wurde. Am Beispiel des Baakenhafens wird die Rolle Hamburgs und des Hafens für die deutsche Kolonialgeschichte in einem kritischen Rundgang (Dauer ca. 1 ½ Stunden) erläutert.

Als Logistikzentrum der wichtigsten deutschen Afrika-Reedereien (Woermann-Linie und Deutsche Ostafrika-Linie) nahm der Baakenhafen eine Schlüsselrolle in der kolonialen Infrastruktur des deutschen Kolonialreiches ein. Gleichzeitig war er der zentrale Hafen für den Kolonialkrieg im heutigen Namibia (1904–1908), in dem die Soldaten den Genozid an den OvaHerero und Nama verübten.

Der Baakenhafen ist heute von zentraler Bedeutung für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Hamburgs kolonialem Erbe und der Rolle in dem Kolonialkrieg, da er sowohl als militärisches Logistikzentrum als auch als Ort kolonialer Inszenierungen diente. Zusätzlich bietet er wie wahrscheinlich kein zweiter Ort in Deutschland die Möglichkeit den Kolonialkrieg und den Genozid als einen Teil der namibischen und der deutschen Geschichte zu begreifen.

Im Anschluss an den Rundgang gibt es die Möglichkeit sich bei einem Getränk weiter über das Thema auszutauschen.

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