Die Fraktionen der SPD, Grünen und Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft laden gemeinsam zur Gedenkfeier.
Die Fraktionen der SPD, Grünen und Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft laden gemeinsam zur Gedenkfeier anlässlich der Ehrung von 26 unter dem NS-Regime hingerichteten Personen aus dem Hamburger Widerstand vor 80 Jahren im Rathaus
Am 4. September 1946 hat der Hamburger Senat die Urnen von 26 Antifaschisten, die von den Nazis hingerichtet wurden, für drei Tage feierlich im Rathaus aufgebahrt. Vier Tage später nahmen 15.000 Menschen auf dem Ohlsdorfer Friedhof an ihrer Beisetzung neben den Gräbern der Revolutionsgefallenen von 1918-1920 teil. Ihre Ruhestätte erhielt später den Namen Ehrenhain und neben ihnen wurden weitere Widerstandskämpfer*innen beerdigt. 80 Jahre später wollen wir im Hamburger Rathaus die Biographien und den Mut dieser Menschen würdigen, die sich auf unterschiedliche Weise dem Nationalsozialismus widersetzen. Ihr Widerstand reichte von individuellem Protest über die Verweigerung des Kriegsdienstes und Desertion bis hin zum organisierten antifaschistischen Widerstand. Ihre Geschichten erinnern uns daran, dass demokratische Rechte und Freiheiten keine Selbstverständlichkeit sind und dass Widerstand gegen Unrecht und Ausgrenzung gesellschaftliche Verantwortungsübernahme bedeutet. Das Gedenken soll uns gemeinsam ein Appell sein, Gefahren für Demokratie und Menschenrechte frühzeitig zu erkennen und ihnen entschieden entgegenzutreten.
Um Anmeldung wird gebeten: www.eventbrite.de/e/gedenkfeier-tickets-1996971562701
Grußwort:
Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien
Vortrag:
„Hamburg empfängt die Asche gemordeter Söhne: Die Urnen ermordeter Antifaschisten in der Hamburger Gedenkwoche des Komitees ehemaliger politischer Gefangener im September 1946“
Alyn Šišić, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Mit Beiträgen von:
- Cornelia Kerth, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)
- Wolfgang Kopitzsch, Arbeitskreis ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS)
- Isabella Vértes-Schütter, Sprecherin für Kultur (SPD)
- Jenny Jasberg, Sprecherin für Erinnerungskultur (Die Grünen)
- Marco Hosemann, Sprecher für Erinnerungskultur (Die Linke)
- Ehrung der Ermordeten durch Mitglieder von Jugendorganisationen
Musik:
- Zwei Sätze aus „Tenebrae“, Oratorium zur Erinnerung an die Verbrechen der Gestapo im Stadthaus und an die Opfer von Folter weltweit von Michael Batz und Ernst Bechert mit dem Harvestehuder Kammerchor, Leitung Edzard Burchards „Grabrede“ aus „Die Mutter“ von Hanns Eisler mit Tuten und Blasen.
Ausklang
bei Getränken und Laugengebäck
Veranstaltungsort: Rathaus Hamburg - Kaisersaal
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg

