Als wenn der von Russland entfesselte Ukraine-Krieg und der militärische Konflikte zwischen Armenien und Aserbaidschan noch nicht genug wären, sind wir seit einigen Tagen mit einem neuen Krieg konfrontiert, dessen Verlauf und Folgen ungeahnte Ausmaße haben und noch haben werden. Man denke nur an die bevorstehende Landoffensive Israels und die dabei zu erwartenden Opfer im Gaza-Streifen, einschließlich der nach Gaza verschleppten israelischen Geiseln.
Unsere Solidarität mit dem israelischen Volk und den Opfern des Hamas-Überfalls ist eindeutig und ohne Einschränkungen. Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass auch dieser Krieg eine Vorgeschichte hat, die zu beleuchten für uns als Linke wichtig ist, um zu einem tieferen Verständnis des seit Jahrzehnten stattfindenden Nahostkonflikts zu gelangen.
Dabei soll uns der Journalist Andreas Zumach helfen, der seit Jahrzehnten zum Thema Frieden, Völkerrecht und Friedenbewegung arbeitet. Von 1981 bis 1987 war er als Referent bei der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste tätig. In dieser Funktion war er für die Organisation der ab 1981 abgehaltenen Bonner Friedensdemonstrationen verantwortlich (die Älteren erinnern sich) und fungierte als Sprecher des Koordinationsausschusses der bundesweiten Friedensbewegung. Zwischenzeitlich war er Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission beim Parteivorstand der SPD. Von 1988 bis 2020 war er UNO-Korrespondent mit Sitz in Genf und hat für die taz und zahlreiche andere Medien berichtet. Andreas Zumach beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Themen des Völkerrechts, der Menschenrechtspolitik, der Sicherheitspolitik, der Rüstungskontrolle und internationaler Organisationen. Im Jahr 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen; er ist inzwischen Jury-Vorsitzender für diesen Preis.
Es ist ein Muss für jeden von uns, sich aktuell zu informieren!

