Hände weg von Venezuela! Hamburgs Linke verurteilt US-Überfall und ruft zu Kundgebung auf
In der vergangenen Nacht haben die USA Venezuela angegriffen. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wurden Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores in die USA entführt. Hamburgs Linke ruft für den morgigen Sonntag, 4. Januar, gemeinsam mit der Linksjugend Solid, der VVN/BdA und dem Hamburger Bündnis gegen Militarismus und Krieg zu einer Demonstration auf – Treffpunkt ist am Millerntorstadion: „Die USA raus aus Venezuela – Lateinamerika ist kein „Hinterhof“!
Dazu Thomas Iwan, Co-Landessprecher der Hamburger Linken: „Mit Entsetzen blicken wir auf die Ereignisse in Venezuela. Nachdem die US-Regierung in den vergangenen Wochen bereits völkerrechtswidrig venezolanische Boote bombardiert sowie Öltanker gekapert hat, folgt nun ein großangelegter Militäreinsatz gegen die Landeshauptstadt Caracas. Die Botschaft auch an die anderen lateinamerikanischen Staaten ist klar: Die USA holen sich ihren ‚Hinterhof‘ zurück - und wer sich den US-amerikanischen Interessen nicht beugt, muss mit härtesten Konsequenzen rechnen. Doch wie alle Länder der Welt steht Venezuela auch unter der Maduro-Regierung selbstverständlich unter dem Schutz des Völkerrechts. Wenn sich die USA nun anmaßen, den Präsidenten eines souveränen Staates zu entführen und vor ein ‚Gericht‘ zu stellen, ist das eine beispiellose Nichtachtung aller Institutionen des Völkerrechts. Wir fordern die Bundesregierung und die Europäische Kommission dazu auf, diesen Angriff unmissverständlich zu verurteilen und der Erosion des Völkerrechts mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenzutreten – dazu gehört auch die Prüfung von Sanktionen gegen die amtierende US-Regierung und ihre Vertreter*innen. Wir fordern die Regierung der USA dazu auf, weitere Angriffe einzustellen und alle Gefangenen sofort freizulassen – nur die Menschen in Venezuela haben das Recht, über ihre Zukunft zu entscheiden. Und wir rufen alle Hamburger*innen zu einer gemeinsamen Demonstration auf: Hände weg von Venezuela!“
„Die USA raus aus Venezuela – Lateinamerika ist kein „Hinterhof“!
4. Januar 2026, 17.30 Uhr, Treffpunkt: Heiligengeistfeld / Ausgang U3, St. Pauli. Ziel der Demo ist das US-Konsulat auf dem Kehrwieder

