Von Wut zu Widerstand – Stoppt Femizide, patriarchale Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung und eure Kriege!

LAG Feminismus

Wir stehen Seite an Seite mit allen FLINTA* (Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nicht-binären, trans und agender Personen), Queers und Kindern, die weltweit patriarchaler Gewalt ausgesetzt sind. Unsere Wut richtet sich gegen ein System, das tötet, erniedrigt und unsichtbar macht. Femizide sind keine Einzelfälle, sondern Ausdruck einer Gesellschaftsordnung, die FLINTA* abwertet, entrechtet und ausbeutet.

Jeden zweiten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-)Partner ermordet – weltweit sind es Hunderte täglich. Diese Morde sind die brutalste Spitze patriarchaler Gewalt, verwurzelt in denselben Strukturen, die uns in Armut halten, unsere Körper kontrollieren und queere und trans Identitäten gewaltsam angreifen.

Diese patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Strukturen bestimmen bis heute, wessen Arbeit zählt, wer über Geld, Zeit und Sicherheit verfügt und wer nicht. Sorgearbeit wird auf FLINTA* abgewälzt: unbezahlt, unsichtbar und unterbewertet. Im Lohnsystem werden wir schlechter bezahlt, in prekäre Jobs gedrängt, als Alleinerziehende benachteiligt und arbeiten für eine Rente, die in Altersarmut endet.

Fast jede dritte Frau in Deutschland ist finanziell von ihrem Partner abhängig. Das ist oft der Nährboden für häusliche Gewalt und erschwert das Verlassen gewalttätiger Beziehungen.

Der Staat profitiert davon, dass unsere Arbeit unsichtbar bleibt. Gleichzeitig werden Ausgaben für Sozialleistungen, NGOs, Bildung, Wohnen, Gesundheitsversorgung und Gewaltschutz gekürzt und Milliarden in die Aufrüstung gesteckt. Allein in Hamburg fehlen über 200 Frauenhausplätze – laut Europarat müssten mindestens 477 Plätze zur Verfügung stehen, aktuell sind es 251. Beratungs- und Schutzeinrichtungen sind massiv unterfinanziert. Fehlende Schutzräume führen dazu, dass FLINTA* mit Gewalterfahrungen häufiger von Armut betroffen sind und wohnungslos werden.

Während Staat und Konzerne profitieren, begünstigen die Einsparungen rechte und antifeministische Hetze. In diesem System leiden vor allem mehrfach diskriminierte FLINTA*: BIPOC, Queers, Geflüchtete und Migrant*innen. Die kürzliche Zusammenarbeit des afghanischen Konsulats in Bonn mit den Taliban stellt insbesondere für schutzsuchende FLINTA* und Kinder eine immense Gefahr dar.

Es heißt Aufrüstung statt Schutz – auch „im Zeichen des Feminismus“. Eine Allgemeine Wehrpflicht wird als Feminismus verkauft, dabei profitieren Regierung und Konzerne von Waffenverkäufen, Aufrüstung und Abschottung. Kriege führen zu sexualisierter Gewalt, Vertreibung und Armut – besonders für FLINTA* und Kinder.

Unsere Forderungen:

  • Sofortige Umsetzung der Istanbul-Konvention, mehr Mittel für Frauenhäuser und barrierefreie Beratungsstellen
  • Verpflichtende Täterarbeit und geschlechtergerechte Justiz bei geschlechtsspezifischer Gewalt
  • Einführung elektronischer Fußfesseln nach spanischem Modell als Schutz für bedrohte Frauen
  • Kostenfreie, sichere und entkriminalisierte Abtreibungen sowie umfassende Gesundheitsversorgung für FLINTA*
  • Volle rechtliche Anerkennung und Schutz queerer und trans Rechte, Erhalt des Selbstbestimmungsgesetzes
  • Soziale Gerechtigkeit durch Umverteilung und Aufwertung von Care-Arbeit
  • Antirassismus und Solidarität: sichere Bleiberechte, offene Grenzen, menschenwürdige Unterbringung

Antimilitarismus: Nein zu Aufrüstung, Krieg und Nationalismus; Ja zu Frieden und globaler Solidarität

  • Kinderrechte als Grundrechte: Schutz vor Gewalt, Armut und Ausbeutung, garantierte Bildung und Gesundheit
  • Präventive Bildungsarbeit zu Gewaltschutz und Abbau patriarchaler Strukturen im Lehrplan

     

Femizide, Unterdrückung, Ausbeutung und Krieg sind keine Zufälle, sie sind Systemgewalt.

Bringt eure Freund*innen und Familie am 25. November um 18 Uhr zur Demo an der S-Bahn Landwehr in Hamburg. Kommt, organisiert euch, erhebt eure Stimmen gegen Gewalt, Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg weltweit!

Für Selbstbestimmung, Freiheit und ein gutes Leben für alle!
Jin, Jiyan, Azadi!