Ostermarsch 2026 – Aufruf und Auftritt

Beschluss des Landesvorstands

Der Landesvorstand hat am 11.03.2026 beschlossen:

  • Die Linke Hamburg ruft mit dem beigefügten Aufruf zum Hamburger Ostermarsch 2026 auf und bewirbt diesen auf Social Media sowie mit Flyern und Plakaten.
  • Die Linke beteiligt sich mit einem eigenen Block an der Demonstration

 

 

Anhang: Aufruf der Linken zum Ostermarsch 2026

 

Aufruf der Linken zum Hamburger Ostermarsch 2026:

Für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Abrüstung

 

Ostermontag, 6. April

Auftakt: 12:30 Uhr | S-Landwehr

Abschluss: 15 Uhr | Lange Reihe (Nähe Hbf.)

 

Aufrüstung geht auf Kosten des Sozialen

Während die Bundesregierung in den letzten Jahren ein schuldenfinanziertes Sondervermögen ausschließlich für die Bundeswehr ins Grundgesetz geschrieben hat, sieht sie für Kitas, Schulen, Krankenhäuser und bezahlbare Mieten angeblich „keine Spielräume“.  Die jährlichen Rüstungsausgaben sollen sich von knapp 62 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf über 152 Milliarden Euro bis 2029 fast verdoppeln, während die Bundesregierung bei den sozialen Leistungen kürzt. Jeder zusätzliche Euro für Panzer, Drohnen und Kriegsschiffe fehlt in der Pflege, in der Kinder- und Jugendhilfe, im sozialen Wohnungsbau und im Kampf gegen Armut – das ist eine politische Entscheidung, keine Naturgewalt. Wir sagen: Geld ist genug da – aber es muss in soziale Sicherheit, Klimaschutz und öffentliche Infrastruktur fließen statt in die weitere Militarisierung.

Gegen Wehrpflicht und das „Werben fürs Sterben“

Während die Regierung ihre Rüstungsausgaben massiv steigert und eine Führungsrolle Deutschlands in der NATO propagiert, wird gleichzeitig über eine Rückkehr zur Wehrpflicht und neue Formen von Dienstpflicht diskutiert. Schon heute investiert der Staat Milliarden in Rekrutierungskampagnen und militärische Infrastruktur, statt jungen Menschen Perspektiven in Bildung und Ausbildung zu bieten. Wenn die Regierung zur Finanzierung der steigenden Militär-Ausgaben die Sozialbeiträge erhöht – etwa die Krankenkassen-Zusatzbeiträge 2025 um 0,8 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent – und sie gleichzeitig plant, bei Rente, Bürgergeld und Gesundheit zu kürzen, trifft das besonders Jugendliche, Azubis und Familien mit niedrigen Einkommen. Es ist heuchlerisch, Milliarden in Panzer und Kriegsschiffe zu stecken, während Schulen marode sind und dann die Bundeswehr mit Hochglanzwerbung in Klassenzimmern und auf Jobmessen um Nachwuchs wirbt. Wir sagen klar: Keine Wehrpflicht, keine Zwangsdienste, keine Werbung der Bundeswehr an Schulen – wir brauchen eine zivile Zukunft für junge Menschen statt Rekrutierung für Kriege.

 

 

Rüstungskontrolle und Völkerrecht statt neuer Blockkonfrontation

Mit dem anhaltenden Krieg Russlands in der Ukraine, den immer neuen völkerrechtswidrigen Interventionen der USA und einem ausgeweiteten Handelskrieg mit China droht eine neue Blockkonfrontation, die komplette Aushebelung des Völkerrechts und eine tödliche Eskalationsspirale.

Die gleichen Regierungen, die heute die massiven Völkerrechtsbrüche Russlands beim Angriff auf die Ukraine zu Recht verurteilen, haben jahrelang selbst das Völkerrecht gebrochen. Diese doppelten Standards untergraben die Idee universeller Menschenrechte und machen das Völkerrecht zur Verhandlungsmasse der Stärkeren, statt zum Schutzschirm der Schwächeren. Wir sagen: Ob in Gaza, der Ukraine, in Venezuela oder im Iran – jedes gebrochene Menschenrecht, jeder Angriffskrieg und jede Kollektivbestrafung sind Unrecht, egal von wem sie ausgehen. Deshalb müssen Waffenexporte gestoppt, internationale Gerichte gestärkt, Kriegsverbrechen konsequent verfolgt und die Vereinten Nationen gegenüber allen Großmächten unabhängiger werden. Nur wenn das Völkerrecht tatsächlich für alle gilt, kann es Kriege eindämmen, Unterdrückung zurückdrängen und eine friedliche und gerechte Weltordnung möglich machen.

Deshalb rufen wir alle Hamburgerinnen und Hamburger auf: Kommt zum Ostermarsch 2026, geht mit uns auf die Straße für Frieden, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit! Gemeinsam können wir das Milliardenkarussell der Aufrüstung stoppen und eine solidarische Politik durchsetzen, die Menschen statt Waffen in den Mittelpunkt stellt.