Rot-Grün lässt behinderte Kinder im Stich
Die LAG Inklusion der Linken Hamburg verurteilt aufs schärfste die anstehenden Umstrukturierungen des Schulbegleitungs-Systems.
Schulbegleitungen sind ein wichtiger Bestandteil für Autonomie und Teilhabe behinderter Schüler*innen.
In einem Schulsystem, das personell bereits am Limit ist und bereits Schüler*innen ohne anerkannten Förderbedarf nicht gerecht wird, sind Schulbegleitungen eine niedrigschwellige Möglichkeit, Kinder und Jugendliche individuell besser zu unterstützen und der erste Schritt, sie dennoch inklusiv zu beschulen.
Das Hamburger Schulsystem, dass sich selbst bei jeder Gelegenheit als das beste Deutschlands lobt, weigert sich, Menschen- und Kinderrechte anzuerkennen und bedingungslos umzusetzen. Als würde man die UN Behindertenrechtskonvention nicht mehr nur weitestgehend ignorieren, sondern sie mittlerweile offen ablehnen.
Schüler*innen sind gesetzlich verpflichtet, am Schulunterricht teilzunehmen, allerdings wird ihnen gesetzlich genau diese Pflicht drastisch erschwert.
Alleine die Folgen, der Umstrukturierung und Streichung vieler Schulbegleitungen, sind menschlich, finanziell und wirtschaftlich belastend und scheinen vom Senat nicht durchdacht worden zu sein.
Es entstehen nur weitere Belastungen und kaum sinnvolle Entlastungen.
Die Terminierung so nahe an der Ablehnung der Olympia-Bewerbung, hinterlässt zusätzlich einen sehr bitteren Beigeschmack. Hatte der Senat vor ein paar Wochen nicht noch Milliarden für Inklusion, Barrierefreiheit und die Jugend™ beworben versprochen, wenn Olympia nach Hamburg käme?
SPD und Grüne machen klar, wo ihre wahren Prioritäten liegen. Zumindest nicht beim Wohl der Hamburger Kinder und Jugendlichen – erst recht nicht, wenn behindert.
Sprecher*innenteam der LAG Inklusion – Jasse Subklewe, Gustav Brauer, Léolo Jung
