Horror-Unterkunft Schlachthofstraße: Linke macht mit Installation auf Zustände aufmerksam

Die erbärmlichen Zustände in der Notunterkunft Schlachthofstraße sind immer wieder Thema in den Medien. Hamburgs Linke macht am Samstag, den 31. Januar 2026 mit einer öffentlichen Installation am Herbert-und-Greta-Wehner-Platz auf die Lebensbedingungen der Geflüchteten in der Schlachthofstraße aufmerksam. Die Aktion läuft von 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr. Ziel der Installation in Kooperation mit der Initiative 9qm ist es, die Lebenssituation von Bewohner*innen anschaulich darzustellen und für die bestehenden Missstände zu sensibilisieren.

Ein besonders gravierendes Problem dort ist der nahezu vollständige Mangel an Privatsphäre. In der Vergangenheit mussten sich bis zu zwölf Personen ein sogenanntes Kompartiment teilen – nun sollen es nach ersten Veränderungen „nur“ noch acht Menschen sein. Auch diese Belegung stellt keine menschenwürdige Unterbringung dar. Dies wurde durch eine kürzlich stattgefundene Besichtigung der Unterkunft durch Mitglieder der Bezirksversammlung bestätigt.

Seit dem 12. Oktober protestieren Bewohner*innen der Notunterkunft und fordern die Schließung der Unterkunft sowie eine menschenwürdige Unterbringung. Mit dem Aufbau der Installation wird die Lebensrealität der Betroffenen sichtbar gemacht und ihre Perspektive in den Mittelpunkt gestellt. Hamburgs Linke fordert menschenwürdige Lebensbedingungen für Geflüchtete. Notunterkünfte dürfen nicht – wie hier - ein Dauerzustand sein. Würde, Privatsphäre und Gesundheit aller Menschen müssen geachtet werden.

Samstag, 31. Januar 2026, 12.30-15.30 Uhr, Herbert-und-Greta-Wehner-Platz, Harburg

Bei Rückfragen zur Aktion: Simon Dhemija, 0176-57653963