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Streit um neue Bildungspläne: Linksfraktion fordert mehr Zeit und Mitsprache für Expert:innen

Sabine Boeddinghaus

Am 19.Dezember 2022 präsentierte Schulsenator Ties Rabe die überarbeiteten Bildungsplanentwürfe und ließ anschließend in einem Schreiben an die Schulen verkünden, dass der Überarbeitungsprozess nun abgeschlossen sei. Die Schulen sind nun aufgefordert, ab dem 1. Februar diese Bildungspläne in ihre Curricula zu übertragen, einhergehend mit einer ab dem 1. August beginnenden dreijährigen Erprobungszeit, die aber in Wirklichkeit keinen Spielraum mehr lässt für substantielle Änderungen an den nun verkündeten Plänen. Viele Bildungsakteur:innen kritisieren dieses Vorgehen und vor allem auch die fehlende Beteiligung und Rückkoppelung etwa mit den Kammern und Verbänden der Schulleitungen aller Schulformen.

Deshalb fordert die Linksfraktion in einem Antrag in der Bürgerschaftssitzung vom 18. Januar Rot-Grün auf, den Expert:innen eine längere Bewertungsfrist der überarbeiteten Entwürfe zu geben und abhängig vom Ergebnis dieser Bewertungen dann gegebenenfalls den Mitwirkungs- und Beteiligungsprozess neu aufzusetzen - in jedem Fall aber die schulische Implementierung entsprechend zu verschieben.

Dazu Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der gesamte behördliche Prozess rund um die Bildungspläne wurde im vergangenen Jahr von den relevanten schulischen und universitären Expert:innen einhellig und scharf kritisiert. Das bezog sich zum einen auf die pädagogisch rückwärtsgewandten Entwürfe, zum anderen aber auch auf die fehlende Beteiligung an Konzeption und Entwicklung der Pläne. Ich fürchte, dem Senator fehlt das Verständnis dafür, wie heute so eine echte Mitsprache überhaupt aussehen kann. So hat er von Anfang das Vertrauen und die nötige Akzeptanz für neue Bildungspläne massiv verspielt. Es ist aber noch nicht zu spät. Ich erwarte nun von meinen Kolleg:innen von SPD und Grünen, dafür zu sorgen, dass die Bildungspläne nicht nur öffentlich und breit diskutiert werden, sondern dass es auch noch die Chance gibt, Inhalte zu verändern, bevor sie dann in die schulischen Curricula übergehen. Unsere Kinder haben nämlich ein Recht auf Pläne für eine zukunftsorientierte, vielfältige, inklusive, digitale und nachhaltige Bildung.“

Unser Antrag hängt dieser PM an.

 

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