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Über die Belastungsgrenze hinaus: Zum Aufruf des Hamburger Bündnisses für mehr Personal im Krankenhaus

Foto: Harald Singler

Bereits im Dezember veröffentlichte das Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus einen dringenden Appell wegen der sich verschärfenden Situation in der stationären Pflege. Geändert hat sich seither nichts, außer dass der Krankenhauskonzern Asklepios, der in Hamburg mehrere Krankenhäuser betreibt, und die Sozialbehörde die Pflegekräfte der Lüge bezichtigen.

Żaklin Nastić, MdB und Sprecherin DIE LINKE. Hamburg, äußert sich zur Untätigkeit der Verantwortlichen in Politik und Verwaltungen: „Das Problem ist seit Jahren bekannt. Seit Krankenhäuser Gewinne erwirtschaften müssen, was für sowohl für privatwirtschaftlich geführte Kliniken als auch für Häuser in der öffentlichen Hand gilt, erhöht sich die Arbeitslast von Pflegekräften und Ärzten kontinuierlich. Gerade Asklepios reizt die Grenze des Machbaren zulasten des Personals immer weiter aus. Selbst die Corona-Pandemie hat hier nicht zu einem Umdenken der Verantwortlichen geführt. Ganz im Gegenteil: Pflegekräfte müssen nicht nur seit Monaten am absoluten Rand der Belastungsgrenze arbeiten, sondern werden auch noch mit der Erledigung von Reinigungsarbeiten, mangelhaften oder fehlerhaften Schutzausrüstungen und einer erheblich gestiegenen psychischen Belastung konfrontiert. Wir fordern daher zum Handeln auf: Der Ruf nach mehr Unterstützung und damit auch besseren Arbeitsbedingungen in der Pflege muss von den Verantwortlichen gehört und auch umgesetzt werden.”

Keyvan Taheri, Abgeordneter in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord und Sprecher DIE LINKE. Hamburg ergänzt: „Die Zahlen der mit Covid-19 Infizierten befinden sich auf einem anhaltend hohen Niveau, und die Auswirkungen der Feiertage werden in den aktuellen Statistiken noch gar nicht abgebildet. Die Situation ist besorgniserregend, aber die Krankenhausbetreiber reagieren trotz allem nicht adäquat auf die prekäre Situation ihrer Angestellten in der Pflege. Hier wird weiterhin Gewinnmaximierung auf Kosten von Patienten und Personal betrieben - ohne Rücksicht auf Leben oder Gesundheit. Was jahrelang unter ‘normalen’ Bedingungen möglich war, wird unter den extremen Bedingungen der Corona-Pandemie weitergeführt. Wer weiterhin tatenlos zusieht, nimmt beim Personal nicht nur eine beständige Überlastung bis hin zum Zusammenbruch wegen Burnouts und höhere Infektionsraten wegen mangelhafter Schutzausrüstung hin, sondern auch eine riesige Kündigungswelle, sobald die Pandemie bewältigt ist. Daher unterstützen wir den Aufruf des Bündnisses mit unserer Unterschrift - damit diese Verachtung gegenüber Pflegekräften und auch Patienten endlich ein Ende findet.“


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