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Unterstützung für Gewaltopfer: Linksfraktion fordert Ausbau digitaler Beratungsangebote

Cansu Özdemir

Die Zahl der Opfer von Partnerschaftsgewalt erreicht ihren höchsten Stand seit zehn Jahren - in diesem Jahr sind in Hamburg und Umgebung bereits sechs Frauen getötet wurden, die Zahl der Vergewaltigungen, Nötigungen und sexuellen Übergriffe in besonders schwerem Fall stieg um 35,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Das sind alarmierende Zahlen. Doch während der Beratungsbedarf in der Opferhilfe wächst, können die Angebote der Beratungsstellen und Einrichtungen coronabedingt nur eingeschränkt aufrechterhalten werden. Viele Anlaufstellen mussten ihr Räume schließen. Statt persönlicher Gespräche verschiebt sich der Schwerpunkt ihrer Angebote nun auf telefonische und digitale Beratungen. In einem Antrag fordert die Linksfraktion daher, den Fachberatungsstellen der Opferhilfelandschaft sowie der Koordinierungsstelle der Frauenhäuser rund um die Uhr schnell und unkompliziert die finanziellen Mittel für Hard- und Softwareanschaffungen, für die Weiterbildung der Berater:innen und für die Inbetriebnahme und Wartung durch eine IT-Expertin zur Verfügung zu stellen. Weiterhin fordert die Linksfraktion, Bewohner:innen von Geflüchtetenunterkünften mit einer funktionierenden Internetanbindung zu versorgen, um auch ihnen eine Teilhabe an den digitalen Beratungsangeboten zu ermöglichen.

Dazu Cansu Özdemir, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Frauenhäuser und Beratungsstellen müssen mit einer vernünftigen digitalen Struktur ausgestattet werden. Sie müssen während der Pandemie in der Lage sein, Beratungen und Gespräche ohne persönlichen Kontakt - aber unter Gewährleistung des Datenschutzes und der Anonymität - anbieten zu können. Gerade angesichts der jüngst veröffentlichten alarmierenden Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik ist die Aufrechterhaltung dieses Unterstützungssystems umso wichtiger.“

Unser Antrag ist dieser Pressemitteilung beigefügt.

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