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Therapeut:innen-Ausbildung: Senat setzt sich zu wenig für gerechte Bildung ein

Dr. Stefanie Rose

Mit einem Antrag in der heutigen Bürgerschaftssitzung fordert die Linksfraktion die sofortige Einführung der Psychotherapie-Nachqualifikation an der Universität Hamburg. Seit einem Jahr ist per Gesetz geregelt, dass die teure Psychotherapeut:innenausbildung ersetzt wird durch die Erweiterung des Bachelorstudiengangs „Psychologie“ und einen daran anschließendem neu eingeführten Therapie-Masterstudiengang. So können die Qualifikationen für den Therapieberuf erworben werden. Doch Hamburg ist eine der wenigen Städten, in denen Studierende, die vor dem Wintersemester 2020/21 immatrikuliert wurden, diese Neuerungen nicht in Anspruch nehmen können.

Dazu Stephanie Rose, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Seit einem Jahr führt der Senat Gespräche mit der Universität Hamburg, aber nichts passiert. Dass 96 Prozent der aktuellen Psychologie-Studierenden an der UHH dringend die Nachqualifizierung benötigen, wird einfach ignoriert. Mit dieser Verzögerungstaktik gefährdet Rot-Grün die Zukunftsperspektiven vieler junger Menschen.“

Bereits vor einem Jahr hat die Linksfraktion einen entsprechenden Antrag eingebracht und auch die Studierenden haben mit verschiedenen Kundgebungen immer wieder auf ihr Problem aufmerksam gemacht. Aber der Senat schreibt in einer aktuellen Bedarfsstudie, dass die aktuell im Gesetz gewährten Fristen […] als ausreichend betrachtet [werden]“ (Drs. 22/5272). Hierbei wird am alten Modell festgehalten, wonach die Studierende nach dem Studium eine teure Ausbildung absolvieren, die bis 2032 beendet sein muss. Dabei geht's nicht nur ums Geld – auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle: Die Ausbildung dauert bis zu 10 Jahre, viele Studierende in Hamburg studieren Psychologie in Teilzeit – etwa weil sie nebenbei arbeiten, Angehörige pflegen müssen oder Kinder großziehen. Pandemiebedingt kann sich der Ablauf sogar noch stärker verzögern. Stephanie Rose: „In unserem Antrag für die heutige Bürgerschaftssitzung verdeutlichen wir, dass der Senat sich unzureichend für gerechte Bildungsmöglichkeiten eingesetzt hat. Wir fordern, dass allen angehenden Psychotherapeut:innen die Möglichkeit dazu gegeben werden muss, die Qualifikation für ihren gesellschaftlich so relevanten Wunschberuf zu erlernen. Dafür braucht es jetzt die sofortige Finanzierungszusage von Seiten des Senats“.

Unser Antrag (Drs. 22/5630) ist dieser PM beigefügt.

 

 

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