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Teure Landstrom-Anlage bleibt ungenutzt – Kreuzfahrer verpesten lieber weiter unsere Luft

Norbert Hackbusch
Stephan Jersch

Der Neustart der Kreuzfahrt-Branche findet ohne Landstrom statt. Das ergab die Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion. Der Senat bestätigt, dass die beiden Kreuzfahrtschiffe „Hanseatic Nature“ und „Hanseatic Inspiration“ im Mai 2021 keinen Landstrom genommen haben. Dabei werben beide Schiffe schon seit 2017 damit, landstromfähig zu sein.  

Dazu Norbert Hackbusch, hafenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Reederei der ‚Hanseatic Nature‘ wies auch jetzt wieder stolz darauf hin, sie habe die Landstromanlage in Altona getestet. Aber sie nehmen noch keinen Strom, da die Reederei sie nicht zertifiziert hat! Reedereien sollten verpflichtet werden, Landstrom zu nutzen - wir verlangen lange schon eine solche Landstrompflicht.“

Besserung ist nicht in Sicht: Von sechs landstromfähigen Schiffen, die die Hansestadt in nächster Zeit anlaufen sollen, sind zwar drei auch zertifiziert, aber nur eines ist bisher vorgesehen für die Versorgung. Und dazu schreibt der Senat: „Die Kreuzschifffahrt hat in den letzten Jahren ein besonderes Engagement beim Klima- und Umweltschutz gezeigt und ist hier Vorreiter für die Schifffahrtsbranche.“ 

Rund 76 Millionen Euro Investitionskosten gehen in die landseitigen Anlagen, wovon Hamburg etwa die Hälfte trägt. Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Alle reden von Luftverbesserung und Klimaschutz, aber die Realität hängt weit zurück. Die Kosten sind kein Pappenstiel für den Haushalt der Stadt – wie so oft schaffen die Steuerzahler:innen auch hier die Infrastruktur. Aber diesmal wird die nicht mal von der Privatwirtschaft genutzt! Bei kleinen Dieselfahrzeugen setzt der Senat auf Fahrverbote – bei großen Reedereien auf Freiwilligkeit. Das macht überhaupt keinen Sinn und schädigt die Gesundheit der Bevölkerung“

Die Antwort auf unsere Anfrage (Drs. 22/4994) hängt dieser PM an.

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