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Sprachkurse für Migrant_innen: Viele Kurse, wenig Sprache

Dr. Carola Ensslen

Die Bilanz von Sprachförderangeboten für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fällt in Hamburg sehr gemischt aus. So gibt es hier zwar über 40 BAMF-zertifizierte Kursträger und allein 950 offizielle Plätze im Landesprogramm „Deutschkurse für Flüchtlinge“. Auch in der Sparte „Kurse für alle“ stehen 2019 wieder 5.700 Plätze zur Verfügung – mehr, als eigentlich gebraucht würden, teilt der Senat auf eine Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft mit (Drs. 21/18319). Gleichwohl werden die einzelnen Kurse nur von weniger als der Hälfte der Teilnehmer_innen bestanden.

„Wir halten eine immens große Anzahl an Plätzen vor, während der Unterricht oft qualitativ nicht ausreicht, um die Teilnehmer_innen auf das entsprechende Niveau zu heben. Die Qualität bleibt auf der Strecke“, kritisiert Carola Ensslen, Fachsprecherin für Integration der Fraktion. Insbesondere für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt sind gute Sprachkenntnisse grundlegend. „Wenn jedoch auch Berufssprachkurse eine solch niedrige Bestehensquote aufweisen und zehn bis 15 Prozent der Teilnehmer_innen den Kurs abbrechen, dann laufen wir Gefahr, dass die Arbeitsmarktintegration insbesondere von Fachkräften scheitert“, so Ensslen.

Auch unter Inklusionskriterien bleibt der Senat hinter den Erwartungen zurück. So verweist er auf die Frage nach Deutschkurs-Angeboten für Menschen mit Handicap lediglich auf eine online verfügbare Übersicht von Integrationskursanbietern, die jedoch keinerlei Hinweise auf die Barrierefreiheit der Kurse enthält, kritisiert die Abgeordnete: „Ob und wenn ja, wie viele Kurse in Hamburg auf welchem Sprachniveau für Menschen mit Handicap überhaupt angeboten werden, bleibt unbeantwortet. Inklusion geht anders.“


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