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Senat und Bäderland müssen Hamburgs Freibäder erhalten

Stephan Jersch

Die geplante Schließung der Freibäder Wiesenredder und Aschberg hat die Fraktion DIE LINKE heute zum Thema in der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft gemacht. „Der Betrieb von Freibädern gehört, auch nach Aussage des Senats, zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Aber alle Zeichen deuten darauf hin, dass der Senat und Bäderland, als Betreiber der städtischen Bäder, diese auf dem Altar der Sparsamkeit opfern will“, sagt Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. "Mit dem Freibad Wiesenredder und dem Aschbergbad stehen zwei der sechs noch verbliebenen reinen Freibäder unserer Stadt auf der Schließungsliste. Der Ersatz mit teilweise kleinformatigen Außenbecken, die an Hallenbäder angegliedert werden, die damit einhergehende Zentralisierung und die höheren Eintrittspreise sind für die bisherigen Nutzer_innen nicht zumutbar."

Kritisch äußert sich Jersch auch zu den Vorgängen um die Planungen für die beiden auf der Abschussliste stehenden Freibäder: "Verwaltung und Bäderland gehen auf Alternativvorschläge der Nutzer_innen nicht ein, stattdessen wird der Bezirksversammlung und den Bürger­_innen per Anweisung an das Bezirksamt das Heft des Handelns aus der Hand geschlagen und der Bürgerentscheid gestoppt. Das ist Demokratie nach Gutsherrenart und stärkt die Beteiligungsrechte nicht."

Zu den weiteren Aussichten äußert sich Jersch: "Wie sollen Bürger_innen, aber vor allem die Politik, einen Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge kontrollieren, wenn Senat und Bäderland alle relevanten Zahlen zum Geschäftsgeheimnis erklären? Ein solch intransparentes Vorgehen ist ein Skandal. Vor allem aber muss die Institution 'Freibad' vor weiteren Schließungen geschützt werden. Sie ist ein Kulturgut und für viele Menschen ein kleiner Urlaub vom Alltag.“


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