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Schuljahresstatistik: Corona verstärkt die Bildungsungleichheit in Hamburg

Sabine Boeddinghaus

Heute hat der Senat die Schuljahreszahlen 2019/2020 vorgestellt. Dazu Sabine Boeddinghaus, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Auswirkungen der Corona-Krise verstärken die Bildungsungleichheit. Die Zahl der jungen Menschen ohne Abschluss ist sogar gestiegen! Gerade die Schulen in sozial herausfordernden Lagen benötigen sofort mehr Ressourcen für die individuelle Förderung und Begleitung ihrer Schüler:innen. Die kleinlichen Zusatzprogramme der Schulbehörde reichen nicht aus, schon gar nicht in Zeiten einer Pandemie.“

Schon der Hamburger Bildungsbericht wies auf „die wachsenden sozialen und ökonomischen Problemlagen in einigen Stadtteilen Hamburgs“ hin und mahnte an, „die damit verbundenen Risikolagen verstärkt in den Blick zu nehmen und Konzepte zu ihrer Bewältigung zu entwickeln“. Dazu gehöre auch, dass ein Viertel schulpflichtiger Geflüchteter in Erstaufnahmeeinrichtungen vom Distanzunterricht abgehängt sind, weil sie über keinen Internetzugang verfügen, sagt Boeddinghaus: „Die Wirklichkeit straft die wohlklingenden Worte des Schulsenators ab. Gerade für die besonders belasteten Gruppen tut die Schulbehörde viel zu wenig. Das Recht auf Bildung und das Recht auf Teilhabe sind Fremdworte in der Behörde, besonders für geflüchtete Kinder.“

In einem Zurück zum alten Schulsystem könne keine Lösung liegen, meint Boeddinghaus: „Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei. Die behördliche Salamitaktik, sich von Ferien zu Ferien zu hangeln, verschlimmert die Lage noch. Ein Schul-Rat, bestehend aus Expert:innen, Schulgemeinschaften, Kammern, Gewerkschaften, der Wissenschaft und Initiativen könnte einen gemeinsamen Weg in eine bessere schulische Zukunft beraten und beschließen.“

 


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