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LINKE fordert langfristiges Arbeitsmarktprogramm

Olga Fritzsche

Die Bundesagentur für Arbeit hat heute die neuen Arbeitslosenzahlen bekanntgegeben. Die Zahlen sind auch im Juli im Vergleich zum Vormonat wieder gestiegen. So sind nach Auskunft der Agentur für Arbeit mittlerweile 91.140 Hamburger_innen erwerbslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote erhöht sich damit gegenüber Juni um 0,3 Prozent auf 8,5 Prozent.

Im Juli wurden 174 Anzeigen auf Kurzarbeit für 2.883 Beschäftigte gestellt. Damit summieren sich die gestellten Anzeigen auf Kurzarbeit auf 24.063 für 376.469 Beschäftigte. Viele Solo-Selbständige und Honorarkräfte müssen direkt Arbeitslosengeld II beantragen.

„Die Zahlen zeigen, dass das Ende der Krise noch lange nicht erreicht ist“, sagt Olga Fritzsche, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Zumal viele Betriebe und Selbständige bis September durch die Corona-Soforthilfen noch finanziell abgefedert sind.“

Vor dem Hintergrund der Folgen der Pandemie für den Arbeitsmarkt müsse der Blick jetzt nach vorn gehen. „Der Senat einer der reichsten Städte Europas muss langfristige Lösungen aufzeigen, um die betroffenen Menschen sozial abzusichern und ihnen neue Perspektiven zu ermöglichen“, sagt Fritzsche. „Niemand darf Angst haben, seine Wohnung zu verlieren, weil er aufgrund von Arbeitslosigkeit die Miete nicht zahlen kann. Niemand darf beruflich den Anschluss verlieren, weil es in einer von Schrumpfung betroffenen Branche keine Perspektive mehr gibt.“

Durch umfassende Angebote von Qualifizierung und Weiterbildung müsse hier in die Zukunft investiert werden, meint Fritzsche: „Umschulungen müssen finanziert und die berufliche Umorientierung hin zu Wachstumsbranchen und gesellschaftlich dringend benötigten Berufen, wie beispielsweise in der Pflege, unterstützt werden. Der Koalitionsvertrag gibt zu all diesen Punkten nichts her. Hier muss Rot-Grün dringend nachlegen.“


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