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Hygiene für Obdachlose: Senat sieht zu, Engagierte handeln

Cansu Özdemir

Die Initiative GoBanyo hat heute einen Duschbus vorgestellt, um für obdachlose Menschen einen besseren Zugang zu Hygiene und Würde zu schaffen. „Das ist eine gute und wichtige Initiative, denn in Hamburg gibt es bisher gerade mal 17 frei zugängliche Duschen für rund 2.000 Obdachlose – das bedeutet eine Dusche für mehr als 100 Menschen“, kommentiert die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Cansu Özdemir. „Die hygienische Versorgung von Obdachlosen ist also dramatisch knapp und macht es den Menschen unmöglich, ihre täglichen hygienischen Bedürfnisse zu erfüllen. Das führt zu weiterer Verelendung und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Aber statt aktiv zu werden, sieht die Behörde seit Jahren einfach zu, wie der Bedarf wächst.“

So gibt es zum Beispiel keine einzige Dusche in der Wärmestube, auf die viele Obdachlose verwiesen werden, die vom Winternotprogramm abgewiesen werden, kritisiert die Abgeordnete: „Ohne das freiwillige Engagement vieler Hamburger_innen, sei es im Winternotprogramm oder jetzt bei der Bereitstellung des Duschbusses, wäre die Stadt aufgeschmissen.“


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