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Hamburger Wohnungsmarkt: Studie funktioniert nicht!

Heike Sudmann

Die Hamburger Wohnungswirtschaft hat heute eine Studie vorgelegt, die belegen soll, dass „der Hamburger Wohnungsmarkt funktioniert“. Rund 270.000 Mietdatensätze wurden dafür ausgewertet, fast 80% der Daten betreffen Wohnungen der SAGA und der Genossenschaften incl. geförderter Wohnungen (vgl. S. 3 und S.11 der Langfassung der Studie). Auf dieser Grundlage sei eine rechnerische Durchschnittsmiete von 8,21 €/qm nettokalt für alle Hamburger Mietwohnungen ermittelt worden. Im Ergebnis gebe es einen funktionierenden Wohnungsmarkt in Hamburg, der keine regulatorischen Eingriffe brauche.

„Es gibt genau zwei Gründe, weshalb die Wohnungswirtschaft jetzt mit dieser Studie um die Ecke kommt: 1. Die öffentliche Zustimmung zu einem Mietendeckel wächst. 2. In wenigen Wochen wird der aktuelle Hamburger Mietenspiegel veröffentlicht, der einen weiteren Mietenanstieg erwarten lässt. Deshalb sollen jetzt schnell Beruhigungspillen verteilt werden“, erklärt Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Fast 80 Prozent der Studiendaten kämen von der SAGA und den Genossenschaften, also den Unternehmen mit den durchschnittlich geringsten Mieten in Hamburg. Zusätzlich seien auch die preislich gedeckelten Sozialwohnungsmieten einbezogen worden, was die Wohnungswirtschaft als Kriterium für den Mietenspiegel sonst immer vehement ablehne. Interessant sei auch, dass der Senat gerade Daten veröffentlicht habe, die von 2011 bis 2017 einen Anstieg von 47,4 Prozent bei den Wiedervermietungsmieten und von 54 Prozent bei den Erstvermietungen aufzeige (Drs. 21/18514, S. 37), während die heute vorgestellte Studie behaupte, die tatsächlichen Mieten seien nur um 9 Prozent gestiegen.

„Diese Studie erfüllt nur einen Zweck. Sie soll jede Diskussion um den dringend notwendigen Schutz der Mieter_innen, z.B. durch einen fünfjährigen Mietenstopp und eine Mietendeckelung im Keim ersticken. Das wird nicht gelingen, denn der Mietenwahnsinn betrifft immer mehr Menschen in Hamburg,“ so Sudmann.


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