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DiViS: Digitales Desaster an Hamburgs Schulen gefährdet das Abi

Sabine Boeddinghaus

Arbeitsentlastung für Lehrer_innen, zum Beispiel bei der Erstellung von Zeugnissen, sollte die Software „Digitale Verwaltung in Schulen“ (DiViS) bringen, die seit 2015 schrittweise bisherige Verwaltungsprogramme ablöst. „Tatsächlich haben uns aber wieder und wieder Hilferufe aus den Schulen erreicht“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Sabine Boeddinghaus – Grund genug für eine weitere Anfrage (Drs. 21/19281) zu dem Programm. Sie zeigt: Der Senat hat bisher über 18 Millionen Euro in eine Software gesteckt, die keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung bringt. Zwar behauptet die Schulbehörde, alles laufe rund. „Das Gegenteil ist der Fall: Der Einsatz von DiViS führt zu massiven Überstunden, zu Doppelbearbeitung und händischer Nacharbeit“, so Boeddinghaus. Eine Abteilungsleitung beschrieb ihr die Lage so: „Viele meiner Kollegen sind durch diese Überlastung auch gesundheitlich angeschlagen. Etwa 80 Oberstufenleiter_innen haben schriftlich erklärt, dass es ihrer Ansicht nach nicht möglich ist, das Abitur 2020 ordnungsgemäß zu planen.“

Einer behördeninternen Umfrage zufolge, die der Senatsantwort zu Boeddinghaus‘ Anfrage Drs. 21/19047 angehängt war, zeigte, dass über ein Drittel der im April 2019 befragten Lehrer_innen die Software negativ beurteilt. Besonders bei der korrekten Zeugnisausgabe versagte DiViS ihren Angaben zufolge. „Kein Wunder, dass mindestens 20 Prozent der Hamburger Schulen noch Vorläufer-Programme nutzen, die stabiler und kostengünstiger sind“, so die Bildungsexpertin. „Es ist unverantwortlich, dass der Senator die Probleme schönredet und sich ihnen nicht stellt. Eine neue Software muss zur Entlastung der Lehrkräfte führen, nicht zu ihrer Belastung!“

Die genannten Anfragen der Fraktion DIE LINKE finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.

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