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Corona-Ausbruch in der UHA – Quarantäne für Gefangene muss sozial begleitet werden

Cansu Özdemir

Aufgrund des aktuellen Corona-Ausbruchs in der Untersuchungshaftanstalt sind gegenwärtig 16 Bedienstete und 50 Gefangene in Quarantäne. Für die Gefangenen bedeutet das die vollständige Isolation in ihrem Haftraum, ohne Besuche, Anwaltsbesuche oder Verhandlungen. Dies ergab eine Anfrage der Linksfraktion. 

Dazu Cansu Özdemir, justizpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Quarantänesituation der Gefangenen ist furchtbar. Quarantäne ist auch in Freiheit eine erhebliche Belastung, aber diese dauerhafte Einsperrung in einer kleinen Zelle, mit wenig Ablenkungsmöglichkeiten und ohne die Möglichkeit des sozialen Austausches ist kaum zu ertragen. Wir fordern den Senat auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, die die Isolation der betroffenen Gefangenen abmildert. Den Gefangenen müssen Mobiltelefone zur Verfügung gestellt werden, um wenigstens ein Mindestmaß an sozialem Austausch zu ermöglichen. Zudem bedarf es einer intensiven Betreuung der Gefangenen, um den negativen Folgen der Isolation entgegenzuwirken.“

Unsere Schriftliche Kleine Anfrage (Drs. 22/4036) finden Sie im Anhang.

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