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Bornplatz-Synagoge: „Keine Beruhigung des Gewissens!“

Christiane Schneider

Die Hamburgische Bürgerschaft will den Wiederaufbau der 1938 in der Pogromnacht niedergebrannten Bornplatzsynagoge unterstützen – das sieht ein interfraktioneller Antrag von SPD, Grünen, CDU, FDP und LINKEN (Drs. 21/19916) zur heutigen Plenarsitzung vor. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die demokratischen Fraktionen mit der jüdischen Gemeinde Hamburg in dem Ziel übereinstimmen, jüdisches Leben und jüdische Kultur in Hamburg sichtbarer zu machen,“ sagte in der Debatte Christiane Schneider, die Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE. Allerdings dürfe das Vorhaben kein falsches Signal senden: „Der Wiederaufbau der Synagoge darf das Gewissen nicht beruhigen.“

„Wir sind uns bewusst, dass es für das Verbrechen des Völkermordes an den europäischen Jüdinnen und Juden und die nahezu vollständige Vernichtung jüdischen Lebens auch in Hamburg keine Wiedergutmachung gibt“, sagte Schneider. „Nichts kann mehr sein wie vorher. Deshalb wünschen wir uns sehr, dass im weiteren Verlauf das Schwierige gelingt, an diesem historischen Ort beide Perspektiven zu verbinden: die Perspektive der Behauptung jüdischen Lebens, jüdischer Kultur, und die Perspektive der Erinnerung an den unwiederbringlichen Verlust, der Mahnung und unserer Verantwortung, dass sich Auschwitz nie wiederholt.“

Der Beschluss betone nicht nur, dass jüdisches Leben in Hamburg existiere und dass sichtbar werden solle: „Wir unterstreichen vielmehr, dass Hamburg auch eine jüdische Stadt ist, ebenso wie es eine christliche, eine atheistische, eine muslimische, alevitische Stadt ist. Wir unterstreichen, dass wir gemeinsam in einer Stadt leben wollen, in der man ohne Angst verschieden sein kann, in der es die Trennung in Freunde/Dazugehörige und Fremde/Nicht-Dazugehörige nicht gibt.“


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