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Angriff türkischer Faschisten auf Gänsemarkt: Behörden und Politik müssen Gefahr endlich ernst nehmen!

Cansu Özdemir

Unter der Devise „Alle zusammen gegen den Faschismus“ fanden gestern, am 10. April 2021, europaweit Kundgebungen gegen das Verbotsverfahren der Oppositionspartei "Demokratische Partei der Völker" (HDP) und gegen die Aufkündigung der Istanbul-Konvention durch die Türkei statt. Die weltweit geführte Kampagne verfolgt das Ziel, Kräfte zu bündeln und eine Einheitsfront gegen faschistische Positionen zu bilden. Am Rande der vom „Bündnis demokratischer Kräfte in Europa” initiierten Kundgebung auf dem Hamburger Gänsemarkt ist es am Samstag zu einer Provokation türkischer Faschisten gekommen. Einer von ihnen drohte den Demonstrierenden mit einem Messer. Während der Zusammenkunft ertönte von einer nahegelegenen Baustelle zunächst das nationalistische Lied „Ölürüm Türkiyem“ (zu Deutsch: "Ich sterbe für meine Türkei"). Bald darauf erschienen Männer in Arbeitskleidung und zeigten den „Wolfsgruß”, das Erkennungszeichen der rechtsextremen türkischen „Grauen Wölfe“. Die Angreifer stürmten in die Kundgebung, griffen Teilnehmer:innen an. Einer der Angreifer zog ein Messer. Ein Polizeibeamter reagierte, in dem er seine Dienstwaffe gegen den rechtsextremen Angreifer richtete.

Dazu Cansu Özdemir, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: "Wir verurteilen den gefährlichen Angriff der türkeistämmigen Faschisten und erklären uns solidarisch mit den Demonstrierenden und dem 'Bündnis demokratischer Kräfte in Europa'. Wieder einmal zeigt sich, wie groß die Gefahr für Oppositionelle in Deutschland durch türkische Extremisten ist. Der verlängerte Arm Erdogans reicht bis nach Hamburg und die Verfolgung Oppositioneller macht keinen Halt vor den Grenzen Deutschlands. Die Gefahr für Oppositionelle aus der Türkei und Kurdistan wird bis heute immer wieder von den deutschen Sicherheitsbehörden und der Politik ignoriert und verharmlost. Damit muss endlich Schluss sein!"


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