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Wandsbek externer Veranstaltungshinweis
19:00 Uhr
Maienweg 270, 22335 Hamburg

27. Fuhlsbüttler Filmtage: Bredels "Die Väter": Digital restaurierte Fassung des Films erstmals auf der Leinwand

14./15.11.19, Beginn jeweils 19.00 Uhr,
Ort: Gemeindesaal St. Marien-Kirche, Maienweg 270/ Ecke Am Hasenberge 44


Erfreuliche Überraschung! Was wir nie für möglich gehalten hätten: Im Juli dieses Jahres erschien die Verfilmung des DDR-Fernsehens von 1971 digital restauriert als DVD von Studio Hamburg. Wir dürfen nun dank einer Sondergenehmigung den dreiteiligen Bredel-Filmklassiker bei den 27. Fuhlsbüttler Filmtagen zeigen.

Programm

Donnerstag, den 14. November 2019, 19.00 Uhr

Spielfilm: Dreiteilige Verfilmung „Verwandte und Bekannte“

Sparverein Maienblüte, DDR-Fernsehfilm 1971, 1. Teil der Verfilmung von Bredels Roman „Die Väter“, Regie: Georg Leopold

Mit einer Einführung von Brigitte Miesen vom Studio Hamburg (angefragt), die die Reihe „DDR TV-Archiv“ betreut.

 

Freitag, den 15. November 2011, 19.00 Uhr

Fortsetzung Spielfilm: „Verwandte und Bekannte“

Das Erlebnis des Johann Hardekopf, DDR-Fernsehfilm 1971, 2. Teil der Verfilmung von Bredels Roman „Die Väter“, Regie: Georg Leopold

Die Erkenntnis des Johann Hardekopf, DDR-Fernsehfilm 1971, 3. Teil der Verfilmung von Bredels Roman „Die Väter“, Regie: Georg Leopold


Die Väter – Roman und Verfilmung

Der Dreiteiler, der unter dem Titel „Verwandte und Bekannte“ im DDR-Fernsehens 1971 erstmals gezeigt wurde, erzählt exemplarisch am Beispiel einer Hamburger Arbeiterfamilie den Aufstieg und Verfall der revolutionären Sozialdemokratie bis zum Beginn des 1. Weltkriegs. Hauptfigur in der stark an Bredels persönlicher Familiengeschichte angelehnten Handlung ist der Hamburger Werftarbeiter Johann Hardekopf, der die Tugenden der Bebelschen Sozialdemokratie in seiner Person verkörpert. In der weitverzweigten Familie hat seine resolute Fau Pauline das Kommando. Während Hardekopf von seinen drei Söhnen menschlich und politisch enttäuscht wird, bringt seine Tochter Frieda den Zigarrenmacher Carl Brenten in die Familie. In Brentens Schwanken zwischen Arbeiterstolz und Kleinbürgerdünkel personifiziert sich die Vorkriegs-SPD.

Bredels Roman „Die Väter“, erschienen 1943 in Moskau, ist neben der "Prüfung" sein bedeutendstes schriftstellerisches Werk. Marcel Reich-Ranicki urteilte anerkennend , dass der Roman eine Fülle liebevoller Genreszenen und anekdotischer Situationsbilder schildere und sich durch einen kraftvoll derben, sympathischen Humor auszeichne. Bredel gelingt es in dem Roman wie in keinem seiner anderen Werke, das Handeln einzelner Personen in der Geschichte in ihrer Widersprüchlichkeit, aber auch Konsequenz darzustellen und sie gleichzeitig zu Idealtypen bestimmter politischer Haltungen zu stilisieren.

Der 1. Teil der Verfilmung beginnt mit dem rauschenden Sylvesterfest der Jahreswende 1899/1900 und der Geburt von Walter Brenten (Willi Bredel), die aus dramaturgischen Gründen vorverlegt wurde. Bredel erblickte erst am 2. Mai 1901 das Licht der Welt. Während sich seine Oma um eine Hebamme bemüht, wirft sein Vater Carl mit Bierseideln um sich. Opa Johann versucht, Carl mit mehr oder weniger Erfolg zu einem standhaften Sozialdemokraten zu machen. Der Weg dahin führt zunächst zu den vergnüglichen Aktivitäten des Sparvereins Maienblüte. Der ursprünglich als Tarnorganisation der verbotenen Sozialdemokratie gegründete Verein ist längst zu einem Ort unpolitischer Vereinsmeierei geworden.

Der 2. und 3. Teil erzählt die Geschichte des Johann Hardekopfs, der im deutsch-französischen Krieg als preußischer Soldat Kommunarden an die französische Reaktion ausliefert, später in die revolutionäre Sozialdemokratie findet. Der Ausbruch des 1. Weltkriegs und die Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten wird zum Symbol seines Scheiterns. Seine Familie spaltet sich vor dem Hintergrund der Kriegsbegeisterung in Revionisten und Revolutionäre, er selbst stirbt kurz nach Ausbruch des Krieges. Sein Tod wird zum Symbol für das Scheitern der Sozialdemokratie. Einzig sein anfangs wankelmütiger Schwiegersohn Carl Brenten bleibt standhaft und entzieht sich der Kriegsbegeisterung der drei Söhne des Johann Hardekopfs.

Alle drei Teile des Films zeichnen sich durch eine epische Erzählweise und gelungen in Szene gesetzte Anekdoten aus.

Der 2004 verstorbene Regisseur Georg Leopold war ein bekannter Regisseur des DDR-Fernsehens und führte u.a. auch Regie in der Fernsehverfilmung von „Nackt und Wölfen“, die drei Jahre vor der Kinoverfilmung von Frank Beyer im Fernsehen der DDR zu sehen war.

Am Büchertisch besteht die Möglichkeit, „Die Väter“ und viele andere Bredel-Werke zu erwerben.

 

Gefördert vom Bezirksamt Hamburg-Nord

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Veranstaltungsort

Maienweg 270, 22335 Hamburg

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