Ein Erfahrungsbericht von Haustürgesprächen in Hamburg-Billstedt

Rainer Benecke

An den Haustürgesprächen in Hamburg-Billstedt Mümmelmannsberg am 13.12. 2025 beteiligten sich 8 Genossen, davon war einer Mitglied der Stadtteilgruppe Billstedt. Alle anderen waren (Neu-)Mitglieder unserer Partei aus den Bezirken Altona, Eimsbüttel, Mitte, Harburg und Wandsbek, die am 15.11. an einem Speeddating teilnahmen.

Zur Vorbereitung dieser Aktion traf sich die Stadtteilgruppe Die Linke Billstedt zweimal: Einmal diskutierten wir über eine mögliche gemeinwirtschaftliche SAGA und den Mietendeckel, ein weiteres Mal wurden die organisatorischen Vorbereitungen abgeschlossen. Einige Tage vor der Aktion wurde ein Flyer in die Briefkästen der von uns ausgewählten SAGA-Häuser gesteckt, der auf unsere Fragestellung (SAGA gemeinnützig und Alltagssorgen mit und durch die SAGA wie Reparaturstau, Müll, Ratten, Schimmel) vorbereiten sollte.

Diesen Flyer steckten zwei Genossen, die sich an der Haustüraktion nicht beteiligen konnten, in die Briefkästen. Einer von ihnen traf sich vor der Aktion mit uns, übergab uns die von ihm besorgten Schokoweihnachtsmänner und für jeden Beteiligten Kugelschreiber. Ich brachte die  Die Linke-Westen, Klemmbretter, Erfassungsbögen, „Backbord“ und die Tragetaschen mit. Wir teilten uns in 2er Gruppen auf, übten noch einmal den Gesprächseinstieg und legten fest, das und was notiert wird. 

Ich entschied, unsere Aktion in der Aktivisti-App erst nachträglich zu verzeichnen. Auf unsere Gesprächspartner:innen in den Wohnungstüren wirkt es sehr ernsthaft, wenn ihre Probleme nicht nur von ihnen genannt, sondern von uns auch sichtbar notiert werden. Wir geben auch so das Versprechen, dass wir Lösungen anstreben, uns kümmern.

Wir waren in den Straßen Rahwinkel, Lietbargredder und Große Holl unterwegs. Dort haben wir an 161 Türen geklingelt, von denen sich 53 öffneten(33%) und 28 positive Gespräche geführt wurden. Ein Gesprächspartner teilte uns ungefragt mit, dass er uns gewählt habe und auch vorhabe, Die Linke in Zukunft zu wählen.
Die Probleme, die genannt wurden, sind:

  • (Nicht-)Erreichbarkeit der SAGA- Reinigung von Eingangsbereichen und Fahrstühlen
  • Fahrstuhl von März-Oktober defekt
  • Bei einer Gesprächspartnerin überwog das Gefühl, dass der Vorstand sich um die alltäglichen Sorgen und Probleme nicht kümmere.
  • Es wurde beanstandet, dass die Klingeln teilweise ohne Funktion sind. Auch sind Türknäufe verdreht und defekt.

Wie geschildert, werden wir uns der Problemen annehmen. Nach einer weiteren Aktion im Januar wird Uwe Böhm, Mitglied des Regionalausschusses, die Sorgen und Nöte in der SAGA-Mümmelmannsberg-Verwaltung vortragen und auf Lösungen drängen. Dazu wird Öffentlichkeitsarbeit gemacht.
Wir begannen unsere Aktionen in Mümmelmannsberg in Häusern, die erst kürzlich renoviert wurden. Dafür, für diese Renovierungen, gab es auch Anerkennung. Unsere nächste Aktion in SAGA -Häusern in Billstedt -Mümmelmannsberg wird Mitte Januar sein. Nähe.Vertrauen.Hoffnung.