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Liebe Genoss*innen,
Die aktuelle Corona-Krise stellt uns LINKE vor große Herausforderungen. Mehr denn je gilt: Es kommt auf uns an in der Gesellschaft. Denn wir sind diejenigen, die sich energisch der Zerstörung des Gesundheitswesens durch neoliberale Politik entgegenstellen. Wir sind diejenigen, die dafür eintreten, dass wir unsere Menschen- und Bürgerinnenrechte auch in der Krise nicht aufgeben. Und wir sind diejenigen, die dafür kämpfen, dass die Kosten der Krisenbewältigung nicht auf die Lohnabhängigen abgewälzt werden und danach alles zum kapitalistischen „business as usual“ übergeht. Wie alle Krisen bietet auch diese Chancen gesellschaftlicher Veränderung, die es von LINKS zu nutzen gilt!
Wir führen diese Kämpfe derzeit allerdings unter erschwerten Bedingungen, denn auch wir sind betroffen von Allgemeinverfügungen und Versammlungsverboten. Dies stellt uns in unserer politischen Arbeit vor Herausforderungen, für die wir Lösungen entwickeln. Unsere Gremien tagen per Video- oder Telefonkonferenz und nutzen digitale Austauschmöglichkeiten, um die Fortsetzung der Arbeit zu gewährleisten. Weitere Online-Formate entwickeln wir gerade, um auch politische Debatten in der Mitgliedschaft zu ermöglichen.
Neben der Frage, wie wir unsere politische Handlungsfähigkeit aufrechterhalten, stellt sich allerdings eine zweite ebenso drängende Herausforderung: Denn auch wir sind natürlich in Sorge um uns und unsere Angehörigen angesichts einer sich ausbreitenden Krankheit. Viele unserer Genoss*innen gehören zu einer der Risikogruppen. Die Corona Krise ist damit auch eine Bewährungsprobe jener Solidarität, der wir LINKEN uns oft rühmen. Nun müssen wir sie unter Beweis stellen. Wir wollen dies gemeinsam leben und haben uns deshalb vorgenommen, alle Genoss*innen anzurufen, die in besonderer Weise von COVID19 betroffen sind und ggf. Unterstützung benötigen. Wir können in dieser Zeit unsere Solidarität im wahrsten Sinne praktisch leben, indem wir für Genoss*innen, die unter Quarantäne gestellt wurden, Einkäufe erledigen, ihnen telefonisch Zuspruch geben und wir uns allgemein um sie und um uns kümmern. Viele Untergliederungen tun dies bereits und wir werden dies von Landesebene aus weiter nach Kräften unterstützen.
In der Krise gilt: Der Kampf für Solidarität geht weiter. Trotz alledem und jetzt besonders! Bleibt gesund
Mit solidarischen Grüßen Eure Landessprecher*innen
Olga Fritzsche & David Stoop
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