Veranstaltung der rosa luxemburg stiftung Hamburg (Vortrag und Diskussion) mit Hans-Jürgen Urban in Kooperation mit dem Rosa Luxemburg Club Hamburg Universität Hamburg, FB Sozialökonomie (ex HWP), Von-Melle-Park 9
Die Player der Finanzmärkte haben längst wieder Fakten geschaffen und ihren kurzen Schwächeanfall scheinbar überwunden, bevor die Linke ihren beliebten Streit beginnen konnte, ob sie lieber Arzt am Krankenbett oder Totengräber am Sarg des Finanzmarkt-Kapitalismus sein wollte. Doch dies könnte sich als Pyrrhussieg herausstellen wenn sich Akteure für eine <st1:personname w:st="on">neu</st1:personname>e Kapitalismuskritik entwickeln würden. Urban geht davon aus, dass Sozialdemokratie, Gewerkschaften und Linkspartei - jeweils für sich allein - nicht Träger einer <st1:personname w:st="on">neu</st1:personname>en Kapitalismuskritik sein können und plädiert für die Bildung einer Mosaik-Linken. Dabei kommen ihm nicht altbekannte und untaugliche Bündnisstrategien in den Sinn, sondern er versteht diese Mosaik-Linke eher als eine Assoziation von Akteuren, weit über den Bereich von Parteien und Gewerkschaften hinaus. In seinem Vortrag wird er seine Vorstellungen skizzieren und zur Diskussion stellen.
Hans-Jürgen Urban, seit 2007Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, 2010 gehörte er zu den Gründern des Instituts Solidarische Moderne.