Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
7. September 2010 Bürgerschaftsfraktion

Zwei Jahre Mammografie-Screening in Hamburg: Von informierter Entscheidung noch immer keine Spur

Das Mammografie-Screening Zentrum in Hamburg zieht heute positive Bilanz seiner bisherigen Arbeit. Auch in dieser Bilanz wird mit keiner Silbe erwähnt, dass das Screening neben den gewünschten positiven Effekten auch sehr bittere Folgen für die untersuchten Frauen haben kann. Kein Wort zu Überdiagnosen, Verlängerungen von evtl. hoffnungslosen Therapien und Unsicherheiten bei möglicherweise völlig harmlosen Vorstufen. Wissenschaftlich ist und bleibt der Nutzen der Reihenuntersuchung für die einzelne Frau weiter stark umstritten.

"Umso wichtiger ist eine gute Information und Aufklärung aller Frauen vor Beginn der Untersuchung", betont Kersten Artus, frauen- und gesundheitspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE. Es gibt gut evaluierte Infobroschüren, wie das von der Techniker Krankenkasse und der Barmer-GEK herausgegebene Heftchen des Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit: Brustkrebs Früherkennung Informationen zur Mammografie - eine Entscheidungshilfe. "Das diese den Frauen aber nicht zur Verfügung gestellt werden, ist nicht akzeptabel. Der Verweis auf das Internet ist ein Hohn. Das Recht auf informierte Entscheidung ist nicht teilbar", schließt Artus.