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16. September 2011 Bürgerschaftsfraktion

Zusätzliche Betten in der Psychiatrie – Kniefall der Gesundheitssenatorin vor Asklepios?

Hamburgs Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks hat verkündet, dass sechs Krankenhäusern 52 vollstationäre und 30 teilstationäre zusätzliche Betten in den Bereichen Psychiatrie und Psychosomatik genehmigt werden. Dies widerspricht ihrer Aussage von vorletzter Woche. Auf einer Sitzung des Gesundheitsausschusses am 9. September hatte sie gesagt, nur in der Geronotopsychiatrie (Demenz, Alzheimer) und Psychosomatik Betten genehmigen zu wollen. Asklepios hatte bereits mit einer Klage gedroht, weil es angeblich einen erheblichen Mehrbedarf gäbe.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfaktion, Kersten Artus, kritisiert: „Die Gerontopsychiatrie und Psychosomatik zu stärken, entspricht dem Versorgungsbedarf der Bevölkerung. Dass aber insgesamt 52 vollstationäre Betten zusätzlich erforderlich sind, stellen wir in Frage. Frau Prüfer-Storcks scheint vor dem Klinik-Konzern Asklepios in die Knie gegangen zu sein. Dieser verdient mit Betten sein Geld – und schöpft mit zu frühen und unnötigen Krankenhausaufenthalten auch noch die Versichertenbeiträge ab.“
Artus erläutert: „Die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung ist in Hamburg vor dem Hintergrund steigender psychischer Erkrankungen, zunehmend auch bei Kindern und Jugendlichen, ein ernstes Problem. Der ambulante Sektor muss daher gestärkt, die Schnittstellenprobleme zwischen stationär und ambulant beseitigt werden. Die Bevölkerung hat ein Anrecht darauf, umgehend zu erfahren, welche Initiativen von der Gesundheitssenatorin für den ambulanten Sektor zu erwarten sind. Eine Presseerklärung allein zur Befriedung von Asklepios reicht nicht aus!“