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11. Februar 2014 Fraktion Wandsbek

Zunehmende Arbeitsbelastung im Bezirksamt Wandsbek

LINKE legt weitere Ergebnisse einer Anfrage zu Überlastungsanzeigen vor

Die Arbeitsbelastung im Bezirksamt Wandsbek nimmt weiter zu. Im Jahr 2013 wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 32 Überlastungsanzeigen eingereicht und damit erneut mehr als in den Vorjahren. Gegenüber 2010 hat sich die Zahl annähernd verdoppelt.

Hinzu kommt, dass zahlreiche Überlastungsanzeigen aus den Vorjahren insbesondere im Bereich Jugend- und Familienhilfe weiterhin Bestand haben. Sie sind den 32 neu eingereichten Anzeigen hinzuzurechnen.

Überlastungsanzeigen sind im Öffentlichen Dienst eine Möglichkeit, dem Arbeitgeber oder Dienstherrn anzuzeigen, wenn durch eine hohe Arbeitsbelastung Probleme in der Aufgabenwahrnehmung drohen. Der Beschäftigte ist sogar verpflichtet, seinen Vorgesetzten zu unterrichten, wenn größere Arbeitsrückstände entstehen.

Überlastungsanzeigen werden nicht nur von Einzelpersonen sondern auch kollektiv von Arbeitsgruppen und Teams eingereicht. Damit erhöht sich die Zahl der unter einer hohen Arbeitsbelastung stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erheblich. Dem Bezirksamt ist bekannt, dass es in einigen Bereichen „durch hohe Arbeitsbelastung zu Problemen in der Aufgabenwahrnehmung kommt, die eine optimale Aufgabenerfüllung beeinträchtigen“. Brennpunkte der Arbeitsüberlastung im Bezirksamt Wandsbek sind die Bereiche Jugend- und Familienhilfe, Eingliederungshilfe und Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt.

Nach Auffassung der LINKEN sind die steigenden Überlastungsanzeigen im Zuge der harten Kürzungsvorgaben Auswirkungen einer falschen Politik im Bezirk und in der Stadt.

Julian Georg, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion: „Die Antwort auf die Anfrage zeigt deutlich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einem steigenden Leistungs- und Verantwortungsdruck ausgesetzt sind und vermehrt ihre Aufgaben gar nicht mehr im vollen Umfang erledigen können. Vor diesem Hintergrund ist die Maßgabe, weitere 60 Stellen im Bezirksamt zu streichen, unverantwortlich und eine Politik der falschen Schwerpunkte. Die steigenden Überlastungsanzeigen sind ein Sinnbild für die unsoziale Kürzungspolitik in Hamburg und Wandsbek“.

Zum 31.12.2013 gab es im Bezirksamt Wandsbek einen Stellenbestand von 1.338 Stellen.

Anlage: Tabelle Überlastungsanzeigen 2010-2013

Für Rückfragen:
Julian Georg, Fraktionsvorsitzender
0176 216 755 28 – julian.georg@linksfraktion-wandsbek.de