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18. September 2008 Norman Paech

Zum Start des Volksbegehrens „Eine Schule für Alle“

Manche wittern Revolution, manche sehen die Senatorin Goetsch babysteps in die richtige Richtung machen, wenn sie die Hauptschule abschaffen und Kindern das längere gemeinsame Lernen in der Primarschule ermöglichen will. Doch sie täuschen sich. Die Schulreform des Senats zieht keineswegs die Konsequenz aus dem Bankrott des mehrgliedrigen Schulsystems, den PISA und viele andere Studien offenbart haben.

In einer Bildungsapartheid können alle nur verlieren. Denn Kinder lernen am besten gemeinsam, ohne soziale Selektion, die sich hinter vermeintlich neutraler Leistungsdifferenzierung zumeist verbirgt. Die Einführung der zehnstufigen Gemeinschaftsschule gehört deshalb schon lange zum Forderungskatalog der LINKEN. Die Gemeinschaftsschule verbindet Chancengleichheit mit individueller Förderung für jedes Kind: Eine andere Lehr- und Lernkultur, die auch den Leistungsstarken vielfältigere Bildung ermöglicht - und die verhindert, dass junge Menschen in eine Perspektivlosigkeit ausgesondert werden, die unsere Gesellschaft sich für einen Großteil der Bevölkerung viel zu lange geleistet hat.

Schwarz-Grün hält jedoch nicht nur am Aussortieren fest, sondern verschärft es sogar. Fortan will man für Kinder schon im Alter von sechs Jahren, bei der Wahl einer „gymnasialen“ oder „stadtteilbezogenen“ Primarschule, die Weichen stellen. Und eine duale Spaltung des Schulsystems garantiert, dass sich die Gräben zwischen einer sogenannten „Elite“ und dem mehrheitlichen „Rest“ noch weiter vertiefen.

Das Bündnis „Eine Schule für Alle“ sammelt deshalb in den kommenden drei  Wochen Unterschriften, um 2009 einen Volksentscheid über die Einführung der Gemeinschaftsschule herbeizuführen. Ich appelliere dringend an die Hamburgerinnen und Hamburger, dieses Volksbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Es geht um nicht mehr und nicht weniger, als allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Lage die gleiche Chance auf bestmögliche Bildung zu geben.