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1. November 2015 Bürgerschaftsfraktion, NOlympia

Zukunftsrat: „Rationale Olympia-Entscheidung kann nur Nein sein“


Dem Senat laufen die Leumundszeugen für seine Olympia-Bewerbung davon. Nur wenige Tage nach der öffentlichkeitswirksam inszenierten Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Nachhaltigkeit  hatte der NABU erklärt, keine Empfehlung zum anstehenden Referendum abzugeben. Nun hat sich auch die zweite unterzeichnende Organisation, der Zukunftsrat Hamburg, stark olympiakritisch geäußert. In einem online veröffentlichten Positionspapier heißt es: „Nach der jetzigen Sachlage und in diesem frühen Verfahrensstand kann eine rationale Entscheidung zur Olympiabewerbung, die nicht ,die Katze im Sack‘ kaufen und hohe Risiken vermeiden will, nur ein ,Nein‘ sein.“

„Diese fundierte Stellungnahme ist eine Ohrfeige für den Senat und seine rosarote, zuckerwattige  Olympia-Propaganda“, erklärt dazu Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Und sie belegt ganz deutlich zwei Dinge. Erstens: Wer auch nur ein bisschen hinter die weitgehend inhaltsleere Pro-Olympia-Kampagne schaut sieht sofort, dass Olympia für Hamburg wesentlich mehr Schaden als Nutzen bringt. Und zweitens: Senat und Handelskammer präsentieren zwar fast täglich neue Unterstützer für ihr Wahnsinns-Projekt – aber viele Organisationen in unserer Stadt sind in Wirklichkeit erfreulich kritisch. Das sollten auch die Hamburgerinnen und Hamburger sein. Wie es der Zukunftsrat sagt: Eine rationale Entscheidung über Olympia kann nur ein Nein am 29. November sein.“


Das Positionspapier des Zukunftsrats findet sich auf http://zukunftsrat-hamburg.de. Das Fazit der Stellungnahme lautet:
„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen die Voraussetzungen für eine Ja-Empfehlung des Zukunftsrats allenfalls zu einem kleinen Teil vor. Ein ,Ja‘ beim Referendum wäre in erster Linie ein (nicht Erfahrungs-gestützter) Vertrauensvorschuss, eine emotionale Entscheidung. Nach der jetzigen Sachlage und in diesem frühen Verfahrensstand kann eine rationale Entscheidung zur Olympiabewerbung, die nicht ,die Katze im Sack‘ kaufen und hohe Risiken vermeiden will, nur ein ,Nein‘ sein. Es ist völlig offen, ob und ggf. wann die oben genannten Voraussetzungen und Bedingungen für eine positive Bewerbungsentscheidung nachgeholt werden (können).“