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31. März 2016 Bürgerschaftsfraktion

Zentren für Altersmedizin: Rot-Grün betreibt Symbolpolitik

SPD und Grüne beantragen in der heutigen Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft, in jedem Bezirk ein Zentrum für Altersmedizin zu errichten. „Mit der demografischen Entwicklung wird die wohnortnahe Förderung der Altersmedizin immer wichtiger, wir begrüßen daher die Initiative“, sagte Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion, in der Debatte. „Allerdings wecken die Regierungsfraktionen Erwartungen, die sie nicht erfüllen können. Eine ambulante Behandlung von PatientInnen in den Zentren für Altersmedizin wird es in absehbarer Zeit nicht geben, weil dafür schlichtweg die gesetzliche Grundlage fehlt. Die ÄrztInnen in der Ambulanz dürfen lediglich Behandlungspläne erstellen, die Therapie soll weiterhin bei den niedergelassenen ÄrztInnen erfolgen. Rot-Grün betreibt hier reine Symbolpolitik.

Zudem lässt der Antrag der Regierungsfraktionen die Frage der Kosten und der Finanzierung völlig offen. „Angesichts der chronischen Unterfinanzierung der Krankenhäuser durch die Freie und Hansestadt sind wir sehr skeptisch, ob der Senat sicherstellt, dass das nötige Geld für den Aufbau von multiprofessionellen Teams und die angemessene Ausstattung der Zentren für Altersmedizin tatsächlich bereitgestellt wird“, so Celik.

Zur nachhaltigen Förderung der Selbstständigkeit von älteren Menschen fordert die Fraktion DIE LINKE, dass neben der wohnortnahen geriatrischen Versorgung auch ganzheitliche quartiersbezogene Konzepte erstellt werden. Dies müsste auch die Förderung von Hausbesuchen durch Hausärzte beinhalten.