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13. Januar 2012 Pressestelle

Zaman Masudi übergibt offenen Brief an den Bundespräsidenten

Zaman Masudi, eine der vier Landessprecherinnen der LINKEN hat aus Anlass des Neujahrsempfanges am 12. Januar einen offenen Brief an den Bundespräsidenten übergeben. Sie war dort eingeladen für ihr ehrenamtliches Engagement in den letzten Jahrzehenten bei der Betreuung von Flüchtlingen. Sie nutzte den Empfang um mit einem Brief auf die unwürdige Situation vieler Flüchtlinge aufmerksam zu machen.

Zaman Masudi: "Auch ich bin 1981 als Flüchtling nach Deutschland gekommen und kenne aus eigenem Erleben, wie es sich anfühlt Flüchtling zu sein.

Heute geht es mir um Menschen, die unter häufig lebensbedrohlichen Umständen in unser Land gekommen sind, geflüchtet u.a. vor Krieg, politischer, religiöser, ethnischer Verfolgung und insbesondere frauenfeindlichen Strukturen und Gesetzen.
Voller Hoffnung kommen sie in ein fremdes Land mit fremder Sprache und erleben ein Land, das sie nicht willkommen heißt, ja ihnen zu-weilen fremdenfeindlich begegnet und keine menschenfreundlichen Strukturen entwickelt hat, wie man Gäste darüber informiert, wie dieses Land funktioniert und was die Kultur ausmacht.

Stattdessen werden sie mit einer Bürokratie überschwemmt, die nicht einmal der deutsche Normalbürger versteht; Verordnungen zu Duldung, Bleiberecht, Residenzpflicht, Drittstaatenregelung, Abschiebung u.s.w.. oft jahrelang in Asylbewerberheim zusammengepfercht "

Bezogen auf die Politik der Bundesregierung und der Länder stellte Masudi die Forderung auf, dass das Asylrecht wieder eingeführt wird, die Menschenrechte in Deutschland eingehalten werden und die Illegalisierung von Flüchtlingen aufhört  Die Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Flüchtlingen müssen verbessert werden.

Abschließend weist sie daraufhin, "dass viele der Flüchtlinge Opfer von Kriegen und militärischer Gewalt in Ihren Heimatländern sind. Kriege die nur zu oft mit von deutschen Firmen exportierten Waffen geführt werden." Sie trat deswegen für ein generelles Waffenexportverbot ein.