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18. März 2013 Fraktion Wandsbek

Wohnungslose und Zuwanderer: Erst Abbau der Unterbringungsplätze - jetzt händeringend gesucht!

 

Wie aus einer Anfrage der Linksfraktion in Wandsbek hervorgeht wurden von 2002 bis 2012 im Bezirk Wandsbek sieben Einrichtungen mit 2.067 Plätzen für Wohnungslose und Zuwanderer geschlossen. In zwei weiteren Einrichtungen wurden nochmals 146 Plätze abgebaut. Damit gingen im Bezirk Wandsbek rund 2.200 Plätze verloren.

Gegenwärtig leben 1.237 Menschen in öffentlich-rechtlicher Unterbringung. Und diese Plätze reichen nicht aus - wie die aktuelle Diskussion um neue Standorte, z.B. in der August-Krogmann-Str. in Farmsen, zeigt.

Dazu Julian Georg, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion: “Die Fachbehörde und die Bezirksverwaltung haben es in den Jahren des Abbaus von Unterkunftsplätzen - insbesondere in den Jahren bis 2010 - versäumt, ausreichend Reservekapazitäten anzulegen. Erforderlich wäre es gewesen, Flächen für Notcontainer oder auch zeitweise leerstehende öffentliche Gebäude bereitzuhalten. Auch der Unterbringungsstandard wurde nicht entscheidend verbessert“.

Nach Auffassung der LINKEN kommt erschwerend hinzu, dass auf keiner der seit 2002 geschlossenen Flächen bzw. Einrichtungen im Bezirk preiswerter, geförderter Wohnraum geschaffen wurde. Entweder hat das Bezirksamt keine Kenntnisse, Wohnungsbau ist laut Antwort allgemein beabsichtigt und in Planung oder es wurden Eigenheime bzw. Eigentumswohnungen errichtet (z.B. Harksheider Straße). Während in Wandsbek in den Jahren 2010 bis 2012 2.260 Wohnungen aus der Sozialbindung gefallen sind wurden nur 528 Sozialwohnungen neu errichtet.

Der Mangel an preiswertem Wohnraum ist die Ursache für den großen Bedarf an öffentlicher Unterbringung. Geschätzt könnten 40% und mehr der Wohnungslosen und Zuwanderer in Sozialwohnungen untergebracht werden – wenn sie denn zur Verfügung stünden. Wir brauchen im 1.Förderweg deutlich mehr als die geplanten 1.200 Wohnungen in Hamburg“, so Julian Georg abschließend.

Die bezirkliche Fachstelle für Wohnungsnotfälle hat die Aufgabe, Wohnungsverluste zu vermeiden und Menschen in öffentlich-rechtliche Unterbringung oder in Mietwohnungen zu vermitteln. Dazu sind preiswerte Wohnungen erforderlich, deren Mieten im Rahmen der Obergrenzen für SGB II- und SGB XII-Empfänger liegen.

Anlage: Drs.- Nr.19/ 3130

Für Rückfragen: Julian Georg, Fraktionsvorsitzender - 0176/ 216 755 28 - julian.georg.@linksfraktion-wandsbek.de
DIE LINKE. Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek, Wandsbeker Chaussee 286, 22089 Hamburg