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16. Mai 2011 Sabine Wils

Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt des Streits um AKW-Stresstests

Sabine Wils, MdEP DIE LINKE und Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, erklärt zur fehlenden Einigung über die AKW-Stresstestkriterien:

„Das Treffen der europäischen Regulatoren für nukleare Sicherheit (ENSREG) am gestrigen Tag enthüllt einmal mehr die Interessen der AKW-Betreiber: Die Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken soll anscheinend Vorrang vor der Sicherheit der Bevölkerung der EU haben“, kritisierte Sabine Wils.

„Die Wirtschaftlichkeit der Atomkraftwerke steht im Mittelpunkt des Streits über die AKW-Stresstestkriterien. Gestritten wird über alles, was existenziell für die Sicherheit der Bevölkerung ist, aber die Atomkonzerne teuer zu stehen kommen könnte“, so Wils weiter.

„Die Sicherheit aller AKWs im Fall von Flugzeugabstürzen, Terrorangriffen und menschlichem Versagen ist gemäß dem Stand von Wissenschaft und Technik verbindlich und umfassend zu überprüfen. Weitere atomare Anlagen wie Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente und Zwischenlager für Atommüll sind zusätzlich in die Stresstests mit einzubeziehen“, fordert Wils mit Blick auf das Treffen der europäischen Regulatoren für nukleare Sicherheit (ENSREG) in der nächsten Woche.

„Dies kann jedoch nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einem europäischen Ausstiegsszenario aus der Atomkraft sein“, ergänzt Wils.