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5. August 2010 Bürgerschaftsfraktion

Wie gesund sind unsere Schulanfänger? Schulärztlicher Dienst unterbesetzt!

Für rund 15.000 Kinder beginnt im August in Hamburg die Schule. Grund genug für die Fraktion DIE LINKE, nachzufragen (Drucksache 19/6864), in welchem gesundheitlichen Zustand die ABC-Schützen sind. Bei der Schuleingangsuntersuchung werden u.a. die Anzahl der besuchten Vorsorgeuntersuchungen, die Größe, das Gewicht, das Sozialverhalten, motorische Fähigkeiten, Impfstatus, chronische Erkrankungen erfasst. Aus den Antworten geht hervor, dass der schulärztliche Dienst in einigen Bezirken offensichtlich unterbesetzt ist, insbesondere in Nord.

Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin: „Wandsbek, Altona und Nord sind die Bezirke, in denen die meisten Kinder eingeschult werden. In Altona gibt es aber nur drei Stellen – in Bergedorf hingegen 3,65 Stellen, obwohl dort anteilig die wenigsten Kinder zur Schule kommen.

Artus fordert den Senat auf, die Verteilung der Stellen dringend zu überprüfen und anteilig gerecht auszugleichen. Für 2010 liegen die Daten noch nicht vor, aber auch die Angaben für 2009 sagen vieles über den gesundheitlichen Zustand unsere Kinder aus. Wie die Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage ergab, wurde vor allem motorische und orthopädische Auffälligkeiten festgestellt wie auch Schwierigkeiten im Sprachverhalten, Sehstörungen. In 383
Fällen, davon mehrheitlich Jungen, wurde den Eltern vom schulärztlichen Dienst eine Vorschulförderung, in immerhin 30 Fällen der jugendpsychiatrische Dienst empfohlen.

Artus weist auf das Grundproblem hin: „Fehlender Rechtsanspruch auf Kita-Plätze, Gebührenpflicht und Kosten fürs Mittagessen halten Eltern immer noch davon ab, Kinder in eine frühkindliche, professionelle Betreuung zu geben. Darin liegt der Hauptgrund für gesundheitliche Auffälligkeiten bei den Kleinsten.