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1. November 2009 Bürgerschaftsfraktion

Weltmännertag 2009: Männer, traut euch, Mensch zu sein

Anlässlich des Weltmännertages am 3. November fordert die gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Kersten Artus, den FC St. Pauli, den HSV und den Deutschen Fusballbund DFB auf, aktiver gegen Homosexuellenfeindlichkeit aufzutreten:

“Ich fordere auch alle homosexuellen Profifußballer auf, sich endlich zu trauen und offen zu bekennt. Viele schwule Fans und auch Eltern schwuler Kinder werden dankbar sein. Genauso fordere ich aber auch den DFB, in Hamburg den FC St. Pauli und den HSV auf, Banner in die Stadien zu hängen, die antihomophobe Stimmung verbreiten. Beim Antirassismus wurde an dieser Stelle bereits viel gelernt, also – weiter so.“

Die Gesundheit von Männern, ihre berufliche Situation und ihre Rolle als Väter müsse zudem besondere Beachtung finden: Männer müssen sich mehr trauen, Mensch zu sein. Sich nicht der Macht des Geldes zu unterwerfen und den Unternehmern Paroli bieten, bevor sie mit ihrer unmenschlichen Produktionsweise – Leistungsverdichtung, Überstunden, Psychostress, befristeten Arbeitsverträgen, Kündigungen – Familien und die Gesundheit der Menschen zerstören. Daher sollten sich Männer wie Frauen wieder aktiv zu den Betriebsratswahlen engagieren, die im Frühjahr 2010 bundesweit stattfinden – und sich auch in den Gewerkschaften wieder mehr einbringen.

Kersten Artus kritisiert zudem den Koalitionsvertrag der neuen Rechtsregierung in Berlin. Die darin enthaltenen Aussagen zur Gleichstellung und zur speziellen Männer- und Jungenarbeit seien nichts wirklich Neues. Nun sollen sie aber offenbar in Konkurrenz zur Frauen- und Mädchenprojekten und -hilfen gesetzt werden. Gleiches befürchtet die Linksfraktion in Hamburg seit längerem für die feministischen Projekte in der Hanse-stadt. Feministische Errungenschaften und Erkenntnisse dürfen durch eine aktivere Männerpolitik aber nicht gedeckelt werden: „Es sind nach wie vor die Männer, die die Privilegien im Land genießen. Dennoch sollten Männer sich gezielt wehren, stets zur Verfügung zu stehen – und dabei Menschlichkeit und Gesundheit zu verlieren.“