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30. Oktober 2012 Bürgerschaftsfraktion

Weltaidstag 2012: Linksfraktion fordert mehr Aufklärung an den Arbeitsplätzen

Etwa 5.600 Menschen in Hamburg leben mit dem HI-Virus oder sind an Aids erkrankt. Im letzten Jahr hat es über 200 Neuinfektionen in Hamburg gegeben und 30 AIDS-Neuerkrankungen, antwortet der Senat auf die Große Anfrage Männergesundheit, die die Fraktion DIE LINKE vor kurzem gestellt hatte. Bundesweit sind demnach zwei Drittel der mit HIV infizierten und an Aids erkrankten Menschen berufstätig – ob das aber auch für Hamburg gilt, ist nicht bekannt.

Kersten Artus, gleichstellungs- und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, erklärt hierzu: „Aus den Beratungsstellen wissen wir, dass HIV/Aids weiterhin ein Tabuthema am Arbeitsplatz ist und die Betroffenen Diskriminierung fürchten. Sie haben die Sorge, stigmatisiert zu werden und ihre Arbeit zu verlieren. Viele an HIV/Aids leidende Menschen sind außerdem erwerbslos und leben in prekären Verhältnissen.

Der diesjährige Weltaidstag sollte für den Senat endlich Anlass sein, sich nachhaltiger und aktiver als bisher dafür einzusetzen, dass Menschenmit HIV/Aids in den Betrieben nicht ausgegrenzt und diskriminiert werden, meint Artus. „Hierzu reicht es nicht, sich einmal an Betriebe zu wenden, wie dies laut Eigenauskunft in 2011 geschehen sein soll. HIV und Aids muss in den Betrieben enttabuisiert werden. Hierfür sind Aufklärung und ein sorgsamer Umgang mit Betroffenen nötig.