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26. Februar 2016 Bürgerschaftsfraktion

Weit mehr Fluglärm-Beschwerden als vom Senat erwartet

2015 gab es deutlich mehr Beschwerden über Fluglärm als vom Senat erwartet, mit insgesamt 9.340 Meldungen haben sich die Beschwerden im Vergleich zu 2011 sogar versiebenfacht. Noch im November 2015 hatte es geheißen, die ursprünglich für 2015 eingeplante Zahl von 2.500 Beschwerden würde sich auf 7.500 erhöhen – eine grobe Unterschätzung durch den Senat. Das ergibt eine Schriftliche Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 21/3268). „Ganz offensichtlich hat der Senat keinerlei Verständnis dafür, was der Fluglärm für die Hamburgerinnen und Hamburger bedeutet“, erklärt dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. „Erst vor wenigen Tagen musste der Senat zugeben, dass der Flughafen Rabatte auf den Lärmzuschlag von bis zu 75 Prozent vergibt. Und jetzt kommt heraus, dass mit 217 Starts und Landungen täglich nach dem Rückgang der letzten Jahre wieder die Zahlen von 2011 erreicht wurden. Das mag gut für die Gewinne der Flughafenbetreiber sein, für die lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürger in der Metropolregion ist es das nicht.“

Zwar teilt der Senat mit, dass die Flugbewegungen insgesamt und auch die Zahl der Nachtflüge weiter unter dem sehr hohen Niveau der Jahre 2006 bis 2008 liegen. „Aber der tatsächliche Wiederanstieg der Flugbewegungen und auch der Nachtflüge gegenüber den Vorjahren hat zu einem deutlichen Anstieg der Fluglärmbeschwerden geführt, und die sind sehr berechtigt“, so Jersch. „Wir erleben, dass unter einem grünen Umweltsenator umwelt- und gesundheitspolitische Aspekte den wirtschaftlichen Gesichtspunkte untergeordnet werden. Neben dem notwendigen Umlenken durch die Politik bleibt aber auch Jede und Jeder aufgefordert, selbst Verantwortung zu tragen und öfter auf die subventionierten und umweltschädlichen Flugzeuge zugunsten anderer, umweltverträglicherer Verkehrsmittel zu verzichten, besonders bei innerdeutschen Reisen oder Kurzstrecken.“

Die beantwortete Anfrage der Fraktion DIE LINKE finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.

Dateien:
21_3268.pdf1.3 M