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Die kontroverse Diskussion um die Ausgestaltung der Bachelor-/Master-Studiengänge wird seit ihrer Einführung 1999 geführt. Kritiker bemängelten immer wieder die Konzeption als Schmalspurausbildung. Während des Bildungsstreiks wurde insbesondere kritisiert, dass das eigentliche Ziel ein kürzeres, stärker verschultes Studium mit höherem Praxisbezug ist und damit einer besseren Verwertbarkeit der Bachelor-Absolventen in Wirtschaft und Industrie dient.
Nach mehreren erfolglosen Anläufen, die Bachelor-/Master-Studiengänge im Wissenschaftsausschuss zu diskutieren, begrüßt die hochschulpolitische Sprecherin der LINKEN, Dora Heyenn, dass Frau Senatorin Gundelach nun offenkundig doch gewillt ist, dieses Thema aufzugreifen. Bei dem Memorandum, das die Wissenschaftssenatorin und die Präsidien der 6 staatlichen Hamburger Hochschulen jetzt unterzeichnet haben, bleiben allerdings Zweifel, ob die Bedingungen und die Abschlüsse wirklich verbessert werden im Sinne der Studierenden. Die wesentlichen Schwachstellen sind dabei:
Nach wie vor problematisch bleibt, dass die herausragenden Qualitätsmerkmale der deutschen Hochschulausbildung - das Diplom und der Magister - der Neuerung im Bologna-Prozess zum Opfer gefallen sind.
"Es ist doch bezeichnend, dass in USA jetzt ein neuer Studiengang angeboten wird: The German Diplome. Ein Herumwerkeln am Bachelor reicht nicht. Wenn schon daran festgehalten werden soll, dann müssen sich die Änderungen daran messen lassen, ob eine unabhängige, interdisziplinäre und kritische Bildung gewährleistet ist", so Dora Heyenn abschließend.