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12. August 2009 Bürgerschaftsfraktion

Transport von atombombenfähigem Material durch Cuxhaven - E.ON umschifft Hamburg.

Nach mehr als zehn Jahren steht nach Angaben von E.ON im Herbst ein neuer Transport plutoniumhaltiger MOX-Brennelemente aus der Atomfabrik im nordenglischen Sellafield nach Deutschland über Cuxhaven bevor. Die Fraktionsvorsitzende Dora Heyenn kritisiert das geplante Vorhaben scharf und fordert den Stopp von Atomtransporten.

Cuxhaven war bisher kein Umschlagplatz für radioaktive Stoffe. Dass Hamburg hingegen einer der größten Atomumschlagplätze in Deutschland ist, ging vor kurzem aus der Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE hervor und hat offensichtlich Wirkung gezeigt. Den letzten MOX-Transport für Brokdorf gab es in Hamburg im April 2009.

Wegen des hohen Plutonium-Anteils und der hohen Strahlungsaktivität geht von diesen Transporten eine hohe Gefährdung für die Bevölkerung aus.

"Dem zweiten Hamburger 'Hauskonzern' E.ON gehört zur Hälfte der Schrottreaktor in Krümmel. Auch an Brunsbüttel und Brokdorf ist E.ON beteiligt. Dass E.ON jetzt aber Cuxhaven zum Umschlagplatz für Atombombenmaterial macht hat eine neue Qualität. Und mit diesem Atomkonzern kooperiert Schwarz-Grün beim Klimaschutzprogramm und der Umweltpartnerschaft", empört sich Dora Heyenn, umweltpolitische Sprecherin der LINKEN.

Nach Angaben der britischen Anti-Atom-Organisation CORE sollen weitere 44 MOX-Elemente aus Sellafield für das AKW Brokdorf an der Unterelbe bestellt worden sein. Das bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit atomwaffenfähiges Material auch vor Hamburgs Haustür.

"Die jetzige Ankündigung für Cuxhaven lässt auch für Hamburg einen weiteren Anstieg befürchten. Genauere Auskünfte erwarten wir durch unsere nächste Anfrage. Auf jeden Fall fordern wir den sofortigen Stopp aller Atomtransporte durch Hamburg", so Dora Heyenn.