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6. Februar 2015 Bürgerschaftsfraktion

Vielfalt statt Einfalt in der Sexualpädagogik: Bürgerschaft nimmt Antrag der LINKEN an

Hamburger Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt

Auf ihrer letzen Sitzung der laufenden Wahlperiode hat die Hamburgische Bürgerschaft einen Antrag der LINKEN zur Sexualpädagogik angenommen. In dem Beschluss heißt es: „Die Bürgerschaft unterstützt die Ziele der Sexualpädagogik nach Vielfalt und Selbstbestimmung. […] Sexualaufklärung darf sich nicht auf die Vermittlung von kognitiven und biologischen Inhalten reduzieren, sie muss das subjektive sexuelle Erleben des einzelnen sehen, die Beziehungen zwischen den Menschen thematisieren sowie ethische und moralische Komponenten in ihre Arbeit einbeziehen.“

Kersten Artus, gleichstellungs- und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, sagt: „Wir sind sehr froh, dass die Bürgerschaft ein klares Bekenntnis für eine moderne Sexualpädagogik abgegeben hat. Seit 1968 ist durch die KultusministerInnenkonferenz (KMK) geregelt, dass Sexualerziehung als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip stattzufinden hat. Nicht mehr auf biologisches Faktenwissen alleine beschränkt, soll Sexualerziehung in der Schule sowohl die sozialen und emotionalen Aspekte von Sexualität in unterschiedlichen Unterrichtsfächern oder als Projekt unabhängig von einem Schulfach behandelt werden.

Außerdem forderte die Bürgerschaft den Senat auf Antrag der LINKEN auf, die Literaturliste zur Sexualerziehung des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg nach fachlichen Gesichtspunkten zu aktualisieren. Anlass war die Streichung des Fachbuchs ‚Sexualpädagogik der Vielfalt‘ von Prof. Elisabeth Tuider von der Empfehlungsliste für das Lehrpersonal durch die Schulbehörde.