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10. November 2014 Bürgerschaftsfraktion

Vielfalt in der Sexualpädagogik: LINKE fordert Versachlichung

Derzeit finden heftige Debatten um die Sexualaufklärung an Schulen statt, die durch das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ von Prof. Elisabeth Tuider ausgelöst wurden. Die Gegnerinnen und Gegner stellen allerdings die Inhalte des Buches sehr verkürzt dar. Bereits die ersten zehn Seiten verdeutlichen aber die fachlichen Prinzipien des Buches und die Qualifikation, die Pädagoginnen und Pädagogen für diese Arbeit benötigen. Es hat sich eine Hetze gegen das Buch entwickelt, die dazu führte, dass die Autorin Morddrohungen erhielt. Die Schulbehörde hat das Lehrbuch von der Literaturliste des Hamburger Lehrerinstituts streichen lassen.
 
Kersten Artus, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, erklärt: „Seit Jahren setzen wir uns für den Ausbau der hamburgischen Kapazitäten im Bereich Sexualpädagogik sowie für eine qualitative Weiterentwicklung ein. Das Buch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ bietet einen wichtigen fachlichen Beitrag, denn es regt dazu an, positiv und unverklemmt über Sex zu reden. Grundprinzip dabei ist die Freiwilligkeit und die Wahrung eigener Grenzen. Außerdem wird das Buch nicht im praktischen Unterricht eingesetzt, sondern richtet sich an Fachleute mit dem Auftrag, Methode und Zielgruppe genau aufeinander abzustimmen. Wir fordern zu einer Versachlichung der Debatte und einer vielfältigen Sexualpädagogik auf!“

Eine Leseprobe findet sich hier:
www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-7799-2088-5.pdf