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14. März 2010 Bürgerschaftsfraktion

Verwaltungs-Chaos an der Uni wird teuer! Wer bezahlt den Schaden?

Es gehört zu den Basiskompetenzen einer Verwaltung, mit der Buchhaltung und der Zahlung von Rechnungen auf dem neuesten Stand zu sein. Aber an der Universität Hamburg, an der alle von Exzellenz reden, gibt es seit 2009 einen „haushaltslosen“ Zustand. Und nicht nur das, die Universitäts-Verwaltung hat keinen Überblick über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse.

Diese schockierenden Verhältnisse haben nach Auffassung von Dora Heyenn, wissenschaftspolitische Sprecherin der LINKEN, dramatische Folgen für die Universität:

 

  1. Die Rechnungen wurden verteuert, weil die Uni keine Skonti in Anspruch nahm. Bei über 4.000 Rechnungen kommt schon ein erklecklicher Betrag zusammen, der eingespart werden hätte müssen. 
  2. Die Rechnungen wurden verteuert, weil erhebliche Mahngebühren aufgelaufen sind.
  3. Es soll Firmen geben, die die Hamburger Universität wegen ihrer schlechten Zahlungsmoral nicht mehr beliefern.
  4. Eine ordnungsgemäße Buchhaltung ist ein essentielles Kriterium für die Vergabe von Drittmitteln durch die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG). Es droht also, dass es nicht mehr sondern weniger Drittmittel für die Hamburger Universität gibt.

Mal ganz abgesehen davon, dass es skandalös ist studentische Hilfskräfte monatelang auf ihr Geld warten zu lassen, stellt sich auch die Frage, ob eventuell schon kleine Unternehmen in Schwierigkeiten geraten sind, weil ihre Rechnungen nicht bezahlt wurden. Wer trägt für dieses Chaos eigentlich die Verantwortung? War es nicht während der Amtszeit von Frau Auweter-Kurtz, dass ein System einfach abgeschaltet und das SAP-System ohne vorherige Erprobung installiert wurde?

„Der Schaden für die Universität ist noch gar nicht abzusehen. Jeder Handwerksmeister haftet für seine Fehler; das sollte auch für die frühere Präsidentin der Hamburger Universität gelten. Es kann doch nicht sein, dass sie nachdem sie monatelang die eigene Universität in der Öffentlichkeit schlecht geredet und die Stadt mit abenteuerlichen Verlagerungsplänen in Atem gehalten hat, mit einem goldenen Handschlag aus der Verantwortung entlassen wird“, so Dora Heyenn abschließend.