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18. Juli 2011 Bürgerschaftsfraktion

Verteilung von Arztpraxen: Private Krankenversicherung trägt nicht zu bedarfsgerechter Versorgung bei

DIE LINKE unterstützt das Vorhaben der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH), Ärzte in sozial benachteiligten Stadtteilen anzusiedeln. "Wir sind uns bewusst, dass die Umsetzung des Vorhabens nicht einfach sein wird. Es zeugt aber davon, dass sozialpolitisches Denken bei der KV das Handeln bestimmt", erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Kersten Artus und kritisiert zugleich das System.

"Nirgendwo in Europa gibt es ein duales System von einem derartigen Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Wenn privat Krankenversicherte in Praxen bevorzugt werden, weil die Abrechnung bei gleicher Behandlung wie für Kassenpatienten höher ausfällt, dann ist das bereits Ausdruck einer Zweiklassenmedizin. Deshalb spricht sich die LINKE auch dafür aus, das solidarische System der gesetzlichen Krankenversicherung nicht durch marktwirtschaftliche Elemente wie Wettbewerb und Einzelverträge zu zerschlagen. Die private Krankenversicherung sollte als Zusatzversicherung für Schönheitsoperationen etc. belassen werden. Dann wird die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg auch weniger Probleme bei der Verteilung einer bedarfsgerechten Versorgung von Ärzten haben."