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20. Januar 2015 Bürgerschaftsfraktion

Urteil im Fall Haasenburg: LINKE fordert Konsequenzen für Hamburg

Wie heute bekannt wurde, wurde ein 29-jähriger ehemaliger Erzieher der Haasenburg-Heime verurteilt. Das Amtsgericht Lübben (Dahme-Spreewald) verhängte am Dienstag eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren. Zudem muss der ehemalige Erzieher eine Geldauflage von 1000 Euro zahlen. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft Cottbus.
 
Der Beschuldigte hatte mehrmals sexuelle Kontakte zu einer damals fünfzehnjährigen Bewohnerin gehabt. In den Heimen in Brandenburg wurden aus dem gesamten Bundesgebiet Kinder und Jugendliche untergebracht. DIE LINKE hatte sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass keine Betroffenen mehr aus Hamburg dorthin geschickt werden. Seit mehreren Jahren sind Misshandlungsvorwürfe aus den Medien bekannt, mehrere Jugendliche wandten sich an die Presse.
 
Mehmet Yildiz, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, erklärt dazu: „Wir haben schon vor Jahren den Senat darauf aufmerksam gemacht, dass dort menschenunwürdige Bedingungen herrschten. Die Kinder waren Opfer von Psychoterror und physischer Gewalt. Das Urteil bestätigt die Aussagen der Betroffenen und zeigt, dass diese Form der Unterbringung gescheitert ist. Wir fordern den Senat daher auf, die Pläne für ein eigenes geschlossenes Kinderheim zu begraben und alle Hamburger Kinder, die in die Haasenburg geschickt wurden, umgehend finanziell zu entschädigen und bei der Bewältigung der Vorfälle zu unterstützen.“