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7. Februar 2013 Bürgerschaftsfraktion

Unterrichtsausfall: Empörung allein hilft nicht weiter

© Dieter Schütz / pixelio.de

Die Schulbehörde hat erstmals von den Schulen detaillierte Aufzeichnungen zum Unterrichtsausfall abgefordert. Dies wertet Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, positiv. Zugleich wirft sie aber Fragen nach dem Umgang mit den Daten auf: „Das Thema hat mit Recht schon immer die Gemüter erregt. Trotzdem:  Die jetzt veröffentlichten Zahlen bedürfen einer gründlicheren Betrachtung, Empörung hilft nicht weiter.“ Entscheidend sei, die Ursache für Unterrichtsausfall herauszufinden.

Dass die Krankenquote der LehrerInnen bei 5,5 Prozent liegt überrascht niemanden, der den Schulbetrieb kennt“, erklärt Dora Heyenn. „Die Lehrkräfte arbeiten alle am Limit und das Lehrerarbeitszeitmodell und die ständigen Änderungen durch die Schulbehörde bürden ihnen laufend neue Aufgaben auf, ohne das im Zeitbudget zu berücksichtigen.“ Die nun veröffentlichten Zahlen aber sagen nichts darüber aus, ob der Unterrichtsausfall in den letzten Jahren angestiegen oder weniger geworden ist und erschweren damit Rückschlüsse auf die Ursachen. „Das größte Problem ist, dass es sich um Durchschnittszahlen handelt“, so Dora Heyenn. „Die Schulbehörde muss sich jetzt genau ansehen, wo und warum der Unterrichtsausfall besonders hoch ist, und Maßnahmen ergreifen, um das zu ändern.