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16. Dezember 2009 Bürgerschaftsfraktion

UN-Klimagipfel Kopenhagen: Klimaaktivist Tadzio Müller verhaftet

Die dänische Polizei hat einen der führenden Köpfe des Protests gegen den UN-Klimagipfels in Kopenhagen verhaftet. Am Dienstagnachmittag wurde der deutsche Klimaaktivist Tadzio Müller vor dem Eingang des Bella Centers, dem Tagungsort des UN-Klimagipfels, von drei Zivilpolizisten festgenommen. Die Polizei begründete die Festnahme mit der Verhinderung von Unruhen.

Müller ist einer der Sprecher des "Climate Justice Action"-Netzwerks. Das Netzwerk hat für den heutigen Mittwoch dazu aufgerufen, zum Tagungsort zu marschieren und die Podien der Verhandlungen für einen Tag einzunehmen. In Hamburg war einer der Mitorganisatoren des Klimacamps08.

Dazu erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christiane Schneider:

"Die Massivität und Willkür der Polizeieinsätze in Kopenhagen war schon bisher erschreckend. Vorbeugende Massenfestnahmen ohne Anlass zeichnen ein vordemokratisches Bild. Mit der Festnahme von Tadzio Müller steht jetzt aber fest: Die Polizei handelt politisch. Das erklärte Ziel ist die Proteste zu kriminalisieren und die Klimabewegung abzuschrecken ihr Anliegen für mehr Klimagerechtigkeit zu äußern. Viele Gruppen und Organisationen der Klimabewegung werden sich heute an Botschaften und Konsulate der dänischen Regierung mit Petitionen wenden. Auch die Fraktion DIE LINKE fordert die sofortige Freilassung von Tadzio Müller."