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11. März 2016 Bürgerschaftsfraktion

Trotz mehr Arbeit: Arbeitsagentur befristet ihre Beschäftigten

© Matthias / pixelio.de

Mehr und mehr Arbeitsverträge von MitarbeiterInnen bei Jobcenter team.arbeit.hamburg und Agentur für Arbeit werden befristet, obwohl die dort zu leistende Arbeit in absehbarer Zeit zunehmen wird. Das ergibt eine erneute Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 21/3469). So sind inzwischen rund 20 Prozent der Beschäftigten in den Jobcentern mit einem Vertrag der Bundesagentur für Arbeit befristetet – eine Steigerung von über fünf Prozent im Vergleich zu Oktober 2015 (vgl. Drs. 21/1945). Auch in den Hamburger Agenturen für Arbeit ist der Befristungsanteil von 8,8 Prozent im Oktober 2015 auf aktuell über 11 Prozent angestiegen. Die Befristungsquote liegt bei den Stadtangestellten in den Jobcentern bei unter einem Prozent, bei der Zentralen Ausländerbehörde dagegen bei rund 18 Prozent – davon wiederum sind 17 Prozent sachgrundlos.

„Vergleicht man die Zahlen über einen längeren Zeitraum zeigt sich, dass die Personalstruktur sich mächtig wandelt“, erklärt dazu Inge Hannemann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion. „Denn 2013 und 2014 waren gerade mal acht Prozent der Bundesagentur-Beschäftigten in den Jobcentern befristet. In den letzten vier Monaten wurde das Personal in den Jobcentern um 130, in den Arbeitsagenturen um 22 und in der Zentralen Ausländerbehörde um 123 MitarbeiterInnen aufgestockt. Dass die Bundesagentur dabei aber jeden fünften Arbeitsvertrag in den Jobcentern befristet, ist zumindest kurzsichtig. Nicht anders sieht es in der Zentralen Ausländerbehörde aus, auch hier ist fast jeder fünfte Beschäftigte befristet. Weder die Bundesagentur noch die Stadt scheinen die aktuellen und kommenden Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten realisiert haben. Die Arbeit wird mehr werden, nicht weniger – für Befristungen gibt es da überhaupt keinen Grund. Sie gehören abgeschafft.“

Die beantwortete Anfrage der Fraktion DIE LINKE finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.

Dateien:
21_3469.pdf59 K